21.07.2017, 10:04 Uhr

Spitzwegerich: Das Antibiotikum unter den Heilpflanzen – mit Rezept

Spitzwegerich ist für seine Wirkung bei Husten bekannt und hilft auch bei kleinen Wunden. (Foto: pixabay – CC0)

Spitzwegerich wirkt als Hustensaft und bei kleineren Verletzungen. Außerdem machen sich Blätter, Samen und Blüten gut in der Küche.

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) gehört zu den wohl am häufigsten vorkommenden Heilpflanzen in unserer Gegend. Er wächst auf Ackern, Wiesen, Wegrändern und ist oft auch mit anderen Plantago-Arten in Gesellschaft zu finden.

Gesammelt werden am besten die Blätter vor der Blütezeit, also den ganzen Sommer über. Seien Sie wählerisch und nutzen nur saubere schöne Blätter, es gibt genug davon!

Hustensaft und antibiotische Wirkung

Spitzwegerichsaft ist Hustensaft. Das ist den alten Kräuter und- Heilkundigen schon seit hunderten Jahren bewusst. Die Bitterstoffe und Kieselsäuren lösen den Schleim, die antibiotisch wirkenden Inhaltsstoffe sind besonders bei fiebrigen Erkrankungen der Atemwege wirksam. Die antibiotische Wirkung der Pflanze ist wissenschaftlich nachgewiesen: Spitzwegerichsaft schimmelt praktisch nicht!

Blätter helfen bei kleinen Wunden

Bei kleinen Verletzungen können Sie ganz unkompliziert ein paar Spitzwegerichblätter auf die Wunde legen. Das mildert den Schmerz und hilft beim Abheilen der Wunde.

Rezept für Spitzwegerichsaft

Spitzwegerichsaft ist einfach zubereitet: Blätter zerdrücken, am besten in einem Mörser, mit etwas Wasser kurz aufkochen und Honig dazugeben – fertig!

Übrigens: die heutzutage verkauften Flohsamen, erhältlich in Reformhäusern, sind die Samen einer Spitzwegerichart und ein hervorragendes Zusatznahrungsmittel bei Verdauungsbeschwerden.

Spitzwegerich in der Küche

Die Blätter sind gegart zu Gemüsegerichten oder fein zerkleinert in Speiseölen eine hervorragende und wohlschmeckende Zutat für jedes Salatdressing. Auch püriert zum Kartoffelbrei passen Spitzwegerich-Blätter nicht nur farblich schön.

Die Pflanze passt auch sehr gut zu den heutzutage modernen Smoothie-Säften. Die Blüten kann man in Essig einlegen und kalt zu eingelegtem Gemüse servieren. Das ist ganz sicher ein Hingucker für Ihre Gäste!

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