„Wir sind keine Selbstmörder!“

Feistritz ob Bleiburg: „"Für mich ist eine Bürgerbefragung nicht notwendig"“, so Fritz Flödl
2Bilder
  • Feistritz ob Bleiburg: „"Für mich ist eine Bürgerbefragung nicht notwendig"“, so Fritz Flödl
  • hochgeladen von Simone Jäger

Kooperation: Warum in Globasnitz das Volk entscheidet, in Feistritz aber nicht.

Von Peter Michael Kowal

Die Gemeinden Feistritz ob Bleiburg und Globasnitz wollen in der Gemeindeverwaltung gemeinsame Wege gehen. Dieser Plan von Landesrat Achill Rumpold (ÖVP) in seiner Funktion als Gemeindereferent sowie den Bürgermeistern Fritz Flödl (Liste für alle) und Wolfgang Wölbl (SPÖ) wirbelte so viel Staub auf, dass die Politiker beim Bürgerforum vergangene Woche im bis auf den letzten Platz gefüllten Gasthaus Hudl in Globasnitz viele Fragen zu beantworten hatten.

„Einige wenige Hardliner“
In einer Presseaussendung zieht Rumpold zufrieden Bilanz: „Abseits der Parteipolemik konnte mit den Bürgern das Konzept der Gemeinde-Kooperation besprochen werden. Bis auf einige wenige Hardliner waren die Rückmeldungen absolut positiv.“ Nichtsdestotrotz: Bereits im Vorfeld sammelte die von Vizebürgermeister Bernard Sadovnik (Einheitsliste) initiierte Bürgerinitiative über 700 Unterschriften, die sich gegen eine Kooperation aussprechen. Die Befürchtung: Diese Zusammenarbeit sei eine Vorstufe zur Gemeindezusammenlegung.

„Sinnvoll sparen!“
Im Gespräch mit der WOCHE findet Fritz Flödl, Bürgermeister von Feistritz ob Bleiburg, klare Worte: „Es wird keine Zusammenlegung geben! Rumpold, Wölbl und ich sind doch keine Selbstmörder!“ Wölbl ist enttäuscht vom politischen Mitbewerb, der bewusst Panik unter der Bevölkerung verbreitet. „Fakt ist, dass in Globasnitz eine Servicestelle erhalten bleibt, dort die Bürger wie bisher Gemeindebedienstete als Ansprechpartner haben, und es lediglich eine Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene gibt“, betont Wölbl. Dies würde der Bürger gar nicht spüren. „Schon jetzt läuft die Lohnverrechnung als ein Beispiel von vielen über die Verwaltungsgemeinschaft“, so Wölbl.
Flödl fügt hinzu: „Wir wollen Strukturen bereinigen und sinnvoll sparen!“
In Globasnitz will Wölbl nun das Volk in Form einer Bürgerbefragung entscheiden lassen: „Diesen Schritt muss aber der Gemeinderat beschließen!“ Das Ergebnis werde für ihn bindend sein. Amtskollege Flödl jedoch will eine solche Befragung in seiner Gemeinde Feistritz ob Bleiburg nicht durchführen. Die Gründe: „Erstens sind wir Politiker dazu gewählt worden um Entscheidungen zu treffen. Zweitens bleibt für meine Gemeindebürger ohnehin alles beim Alten!“

ZUR SACHE: BÜRGERFORUM AM MITTWOCH
Termin: Bürgerforum am Mittwoch (14. März) um 19 Uhr im Marktgemeindeamt in St. Michael ob Bleiburg. Veranstalter ist die Gemeinde.
Thema: „Wie profitieren wir von der Zusammenarbeit zwischen der Marktgemeinde Feistritz ob Bleiburg und der Gemeinde Globasnitz?“
Diskutanten: Landesrat Achill Rumpold, Fritz Flödl (Feistritz ob Bleiburg), Wolfgang Wölbl (Globasnitz) und Franz Sturm (Landesregierung).

Feistritz ob Bleiburg: „"Für mich ist eine Bürgerbefragung nicht notwendig"“, so Fritz Flödl
Globasnitz: "Das Ergebnis der Bürgerbefragung ist für mich bindend", sagt Wolfgang Wölbl

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen