Künstlerin Margit Hart: "Jedes Stück ist ein Kleinod"

In der ganzen Welt erfolgreich: Die Schmuckkünstlerin Margit Hart in ihrer Währinger Werkstatt.
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  • hochgeladen von Ulrike Kozeschnik-Schlick

WÄHRING. Man muss schon genau hinsehen, um in manchen ihrer Werke Zeichnungen oder Fotografien zu entdecken. Doch egal welche Geschichte man in den Schmuckstücken von Margit Hart zu entdecken glaubt, sie sind alle erlaubt. Denn nicht nur ihr eigener freier Zugang, sondern auch die Reaktion der Betrachter ist ihr wichtig.

"Selbstverständlich verlangen meine Schmuckstücke ein bestimmtes Bewusstsein von dem, der sie trägt. Sie sind ein Statement, das ganz unterschiedliche Gefühle auslöst. Das ist auch irgendwie das Faszinierende an meiner Arbeit", erklärt Hart. Manche Schmuckstücke, meist Broschen, "fallen ganz schön ins Gewicht", sind bildende Kunst, die ohne Schnörkel auskommen.

Sie sind meist nicht in Edelmetall gefasst, wie man das bei normalem Schmuck gewohnt ist, sondern finden Halt an Eisen, Stahl, oder Aluminum, haben Strukturen aus Emaille, sind Schattenbilder, mikroskopische Ausschnitte von Fotos oder einfach in ihrer Farbigkeit und Zusammensetzung ein "Eyecatcher". Und allen ist eines gemeinsam: Ja, sie sind tragbar, funktionieren und verleihen einem Anlass und der Person, die sie selbstbewusst dafür ausgewählt hat, ein "neues Gesicht".

Nein, an aktuellen Moden hat sich die Währingerin noch nie orientiert. "Was mich antreibt, ist meine Neugierde, ständig Neues zu entdecken. Ich erlaube mir, die Dinge anders zu betrachten als auf traditionelle Weise und lasse mir jeden Freiraum", sagt sie. Und so wurde und wird jedes ihrer Stücke ein eigenes Kleinod.

Goldschmiederei im Blut

Harts Großtante Elfriede Berbalk war in den 1920ern Österreichs erste weibliche Gold- und Silberschmiedemeisterin, hat ihre feine Technik vom Bruder Gustav Klimts gelernt und hatte im Haus der Urgroßeltern in der Gersthofer Straße 104-106 ihre Werkstatt. Dort fertigte sie sogar feine Silberservice im Stil der Wiener Werkstätten, die Hart natürlich hütet wie einen Schatz. "Auch meine Mutter war Goldschmiedemeisterin, ich bin quasi in eine Werkstatt hineingeboren, das alles war mir von klein auf vertraut", erzählt Hart. Und auch sie machte eine Goldschmiedelehre, denn nach der Matura "hatte ich einfach keine Lust, zu studieren".
Das kam später, nach der Lehre. Sie studierte Kunstgeschichte und Geschichte und machte 1986 ihren Magister an der Uni Wien. Hart ist mit dem bekannten Währinger Schmuckdesigner Fritz Maierhofer verheiratet.

Mehr Informationen zur Künstlerin findet man unter www.margithart.at

Autor:

Ulrike Kozeschnik-Schlick aus Alsergrund

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