Neu: Haltestelle für Elterntaxis für die Scheibenbergstraße

7.45 Uhr in der Hockegasse: Basti und Sophie machen sich startklar für den Schultag. Die letzten Meter bis zur Schule gehen sie zu Fuß.
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  • 7.45 Uhr in der Hockegasse: Basti und Sophie machen sich startklar für den Schultag. Die letzten Meter bis zur Schule gehen sie zu Fuß.
  • hochgeladen von Johannes Gress

WÄHRING. Unübersichtliche Kreuzungen, Berufsverkehr und verschlafene Volksschulkinder: Das verträgt sich nicht gut. Oftmals hält der Bus oder die Bim unweit der Schule, in vielen Fällen jedoch bevorzugen es die Eltern, ihren Nachwuchs direkt vor dem Eingang der Bildungseinrichtung abzusetzen – sicher ist sicher.

Das Problem: Folgen zu viele Eltern dieser Logik, werden die Elterntaxis irgendwann selbst zur Gefahr für die Schulkinder. "Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto sicher bis zur Schule bringen wollen, machen den Schulweg für alle anderen Kinder gefährlicher", erklärt Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne). In der VBS Scheibenbergstraße reagiert man nun mit einer eigenen "Elternhaltestelle" 50 Meter vom eigentlichen Schuleingang entfernt.

Immer mehr Fußgänger

Seit 2005 ist Ingeborg Anna Werwendt Direktorin der Vienna Bilingual School in der Scheibenbergstraße 63. Laut Umfragen, die jährlich an ihrer Volksschule durchgeführt werden, kommen 37 der 230 Kinder täglich im Auto der Eltern. "Diese Zahl hat sich über die Jahre hinweg stetig verringert", erklärt sie. Immer mehr Schüler kommen ohne Elterntaxi zur Schule. "Aber: Ich will, dass irgendwann alle Schüler zu Fuß in die Schule kommen", so die Direktorin. In Zusammenarbeit mit Nossek hat sie eine Elternhaltestelle in der Hockegasse installiert. Das Ziel: Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr direkt vor die Eingangstür der VBS bringen. So soll sich der Verkehr verringern und der Schulweg für die Kids sicherer werden.

Vor dem "Go+Kiss"-Schild gibt’s von Mama oder Papa noch ein Busserl und die letzten Meter legen die Schüler dann alleine zurück. Das mache nicht nur den Schulweg sicherer, sondern die Volksschüler hätten so vor Schulbeginn auch noch etwas Bewegung, freut sich Nossek.

Seit Beginn des Schuljahres läuft die Aktion. In Absprache mit der MA 46 für Verkehr und Stadtentwicklung hat man am Taxistand für Eltern extra ein Schild installiert. "Bisher wird die Aktion sehr gut angenommen", so Werwendt. Beim Lokalaugenschein entscheiden sich manche Eltern zwar immer noch für den Weg durch die Scheibenbergstraße direkt vor die Schule, aber auch die werde man sicher irgendwann von der Sache überzeugen können, so die Direktorin.

Vorbild für andere Schulen

In naher Zukunft wird es ein Austauschtreffen mit anderen Direktoren im Bezirk geben. Geht es nach Werwendt, können auch gerne andere Währinger Schulen dieses Projekt übernehmen. "Wenn sich das Konzept bewährt, dann will der Bezirk das auch bei anderen Schulen ins Auge fassen. Die Hoffnung: Wenn die Gefahrenquelle auf den letzten Metern vor der Schule wegfällt, dann trauen sich in Zukunft vielleicht noch mehr Eltern, ihre Kinder gleich ganz selbständig in die Schule gehen zu lassen", so Nossek.

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