Kinder- und Jugendparlament
Wie ein frischer Blick auf Währing gelingt

Gemeinsam mit den Kindern wurde ein Lokalaugenschein durchgeführt und gezeigt, welche Projekte umsetzbar sind und welche nicht. | Foto: BV18
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  • Gemeinsam mit den Kindern wurde ein Lokalaugenschein durchgeführt und gezeigt, welche Projekte umsetzbar sind und welche nicht.
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In Währing sind die Kinder aktiv. Sie haben 81 Ideen, wie der Bezirk besser wird – von Begrünung bis zu Zebrastreifen.

WIEN/WÄHRING. Wie würde Währing wohl aussehen, wenn die Kleinen und Jungen das Sagen im Bezirk hätten? Das ist keine ganz so unrealistische Frage, immerhin tagt im 18. Bezirk das Kinder- und Jugendparlament.

Zweimal im Jahr treffen sich die dritten Klassen der Volksschulen und Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren, um an neuen Ideen zu tüfteln. Organisiert wird die Möglichkeit zur Mitsprache vom Bezirk und das Unterfangen wird in mehreren Etappen abgewickelt. Dieses Jahr gibt es einen neuen Rekord: 81 Anträge von 27 Klassen wurden eingebracht. Was den Kindern am Herzen liegt, wird schnell klar: Ihre Parks als beliebte Aufenthaltsbereiche haben Priorität. So behandelt eine Vielzahl der Anträge Wünsche nach mehr Grün, mehr Mistkübel und einer Grundreinigung der öffentlichen Toiletten.

Bessere Mobilitätsangebote 

Kinder können sich nur dann eigenständig in ihrem Grätzl bewegen, wenn für ihre Sicherheit auf den Straßen gesorgt ist. Aus diesem Grund fordert der Nachwuchs mehr Zebrastreifen sowie die Durchsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit für Autos. Dem schließen sich die Jugendlichen an und wollen mehr Scooter-Abstellplätze für Währing. Außerdem sehen sie Bedarf an einem Open-Air-Kino als Sommerprogramm und einem Workshop für Gebärdensprache. Welche Anträge umgesetzt werden können, prüft nun der Bezirk gemeinsam mit der Stadtverwaltung.

Die Kinder wünschen sich vor allem Bewegungsmöglichkeiten im Bezirk. Aber auch die Sicherheit auf den Straßen ist ihnen wichtig.  | Foto: BV18
  • Die Kinder wünschen sich vor allem Bewegungsmöglichkeiten im Bezirk. Aber auch die Sicherheit auf den Straßen ist ihnen wichtig.
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Gute Nachrichten gibt es aber bereits jetzt schon. Denn beim zweiten Treffen nach Ostern berichtete Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne), dass mehr als die Hälfte der Projekte umgesetzt werden kann. Manche Vorschläge, wie ein Zebrastreifen bei der Kreuzung Gentzgasse/Köhlergasse, erhielten jedoch eine Absage. Hier fährt die Straßenbahn, die aufgrund der geringen Reibung zwischen Metallrädern und Schienen zwar energieeffizient unterwegs ist, aber genau deswegen einen deutlich längeren Bremsweg hat. Daher werden Zebrastreifen auf Schienenstraßen aus Sicherheitsgründen nur bei Haltestellen oder Ampelkreuzungen eingerichtet.

Das Kinder- und Jugendparlament hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen können Kinder ihre Ideen einbringen. Zum anderen erhalten sie auch Einblicke in die Arbeit der Stadtverwaltung und erlernen grundlegende demokratische Abläufe und Kompetenzen.

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