Umbau des Anwesens
Sind Indiens Bäume in der Spitzergasse in Gefahr?
- Das Anwesen der Republik Indien wird umgebaut. Eine geplante Zufahrt soll es doch nicht geben.
- Foto: z.V.g.
- hochgeladen von Laura Rieger
Die Republik Indien plant in der Spitzergasse 2 einen Ausbau des Gebäudes. Anrainerinnen und Anrainer stehen dem geplanten Ausbau skeptisch gegenüber und befürchten eine Gefährdung der Linden.
WIEN/WÄHRING. Währing hat das, was sich viele innerstädtische Bezirke Wiens wohl wünschen würden: großflächige Grünflächen, öffentliche Parks und zahlreiche Bäume. Alle drei haben gemeinsam, dass sie im Sommer nicht nur für mehr Schatten und infolgedessen kühlere Temperaturen sorgen, sondern auch die Luft im 18. Bezirk verbessern.
Den Bezirksbewohnern sind die positiven Auswirkungen der Pflanzen und Gewächse durchaus bewusst. Eine Bewohnerin wandte sich an MeinBezirk, um Alarm zu schlagen. Konkret geht es um die Spitzergasse 2.
Schaden wäre größer
Der Bauwerber, der laut Grundbuchauszug die Republik Indien ist, beabsichtige dort eine Versiegelung von rund 800 Quadratmetern Grünfläche. Geplant sei am Anwesen der indischen Botschaft eine neue Zu- und Durchfahrt, um Gäste zu begrüßen.
- Anrainerinnen und Anrainer befürchten eine Bedrohung der Bäume.
- Foto: z.V.g.
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Damit die Zufahrt umgesetzt werden kann, müsse circa 3,5 Meter tief abgegraben werden. Dies würde die Baumwurzeln nachhaltig schädigen und die alte Lindenallee mittelfristig vernichten. "Aus unserer Sicht steht der ökologische Schaden in keinem Verhältnis zu den zwei bis drei jährlichen gesellschaftlichen Veranstaltungen", schreibt die Anrainerin. Außerdem habe das Gebäude direkt vor dem Eingang bereits eine eigene Parkbucht.
Pläne verworfen, Vorkehrungen getroffen
Auf MeinBezirk-Anfrage bestätigt die Indische Botschaft, dass anfangs eine neue Zufahrt für die Gäste geplant war. Diese Pläne wurden seitens der Botschaft aber verworfen. Gebaut wird dennoch, da das Haus aktuell noch renoviert wird.
Die alten Linden seien bei den Bauarbeiten aber nicht in Gefahr, versichert man seitens der Botschaft. Zwar habe vor einiger Zeit eine Wurzelsuche stattgefunden, um herauszufinden, wo die Wurzelgeflechte der Bäume verlaufen. Diese sei aber bereits abgeschlossen. Außerdem habe man intensiv mit der Arbeitsgruppe Baum zusammengearbeitet, um Vorkehrungen zu treffen. Als Beispiel nannte man eine Holzbrücke, die schützend über die Baumwurzeln montiert wird.
Die zuständige MA 37 (Baupolizei) bestätigt, dass bei der Liegenschaft in Pötzleinsdorf alle Angaben ordnungsgemäß angezeigt wurden. So wurde der Antrag auf eine bauliche Änderung genehmigt.
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