06.11.2017, 15:08 Uhr

Energiewälder der Fachschule Gießhübl feiern 20-Jahres-Jubiläum

Anna Steiner, Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz, Direktor Gerhard Altrichter und Maximilian Danner (Foto: Jürgen Mück)
AMSTETTEN. „Die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Gießhübl zählt zu den Pionieren bei der Anlage von Kurzumtriebsflächen, welche die praxisbezogene Forschung für nachhaltige Energieversorgung zum Ziel haben. Dabei werden seit 20 Jahren wissenschaftliche Versuche mit Pappeln und Weiden durchgeführt, die detailliert Auskunft über die Anbaueignung, die Ansprüche an das Klima sowie den Boden der jeweiligen Baumarten geben. Die Schülerinnen und Schüler sind bei der Pflege der Energiewälder im Rahmen der praktischen Ausbildung eingebunden und werden so für die umweltschonende Energienutzung sensibilisiert“, betont Bildungslandesrätin Barbara Schwarz.

Energetische Verwertung

Die Energieerzeugung aus Holz gewinnt in Österreich immer mehr an Bedeutung, denn damit werden fossile Energieträger, wie Öl oder Gas, umweltfreundlich ersetzt. Ein Großteil des nachwachsenden Rohstoffes Holz wird im Zuge der Waldbewirtschaftung geerntet, aber auch in sogenannten Energiewäldern werden Bäume zur energetischen Verwertung angebaut.
„Am Mostviertler Bildungshof Gießhübl besitzt die fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Energieerzeugung aus Biomasse eine lange Tradition, weil es eine alternative Einkommensschiene für die Landwirtschaft ist. Zudem ist Holz gegenüber Heizöl oder Erdgas kostengünstig und verbrennt CO2-neutral“, betont Direktor Gerhard Altrichter. „Begonnen wurde mit Pappel- und Weidenklonen, die in Intervallen von zwei und fünf Jahren genutzt wurden. Obwohl die jährlichen Zuwachsleistungen enorm waren, zeigte sich, dass der entscheidende Faktor für die Rentabilität die Transportkosten sind. Daher gilt es schon bei der Anlage von Energiewäldern lange Transportwege zu vermeiden“, so Altrichter.
Vor zehn Jahren wurde ein weiterer Versuch mit neuen italienischen Pappelklonen und schwedischen Weidenklonen angelegt. Und seit diesem Jahr läuft ein Versuch mit dem schnellwüchsigen Elefantengras, das wegen seines geringen Nährstoffbedarfs ein hochwertiger nachwachsender Rohstoff ist.
(Schluss)
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