04.10.2017, 10:14 Uhr

Sperre: Pilz "fällt" Waidhofens Eschen

(Foto: BH Steyr-Land)

Sperren am Buchenberg und Schnabelberg: Eschen drohen auf Wanderwege zu fallen.

WAIDHOFEN. Er kommt aus der Luft, besiedelt das Laub und dringt von da aus in das Holz ein. Der Schlauchpilz „Stängelbecherchen“ führt bei den Eschen im Bezirk zu einem Schadensszenario.

Knicken wie Zahnstocher

"Der vor etwa zwölf Jahren eingeschleppte Schlauchpilz fördert andere Krankheiten im Baum und schwächt ihn", so Georg Brenn, Waidhofens Forstadjunkt.
Dann geht alles ganz schnell: "Innerhalb von sechs Monaten wird aus einer gesunden Esche ein Risikobaum", erklärt Georg Brenn. Vom Pilz befallene Eschen zeigen in unterschiedlichem Maße abgestorbene Triebe, Zweige und Äste bis zum zurücksterben der ganzen Baumkrone. Weiters zeigen sich Rindennekrosen, meist zungenförmig von der Stammbasis aufsteigend Holzverfärbungen, Blattwelke und vorzeitiges Abfallen der Blätter.

Der aktuelle Stand

Die durch den Pilzbefall beeinträchtigte Standsicherheit führt zu hohem Gefährdungsrisiko von Eschenstämmen im öffentlichen Raum, auch entlang von Forststraßen und Wanderwegen.
"Auch die Wurzeln der Bäume sind betroffen, daher fallen erkrankte Bäume wie Zahnstocher einfach um. Es braucht nicht mal einen Sturm oder stärkeren Wind", so der Forstadjunkt. Darum müssen betroffene Bäume schnellstmöglich gefällt werden. Daher ist in nächster Zeit im Bereich des Buchenbergs und in der Region mit Wegsperren zu rechnen.

Sperre am Buchenberg
Am Buchenberg gibt es aktuell eine langfristige Sperre bei den Wegen zwischen Unterer Kapelle und Kapuzinerbrunnen und Schwammerlplatz. Auch eine Sperre des Höhenrundweges ist geplant. Die Eschen im Stadtwald werden regelmäßig vom städtischen Forst kontrolliert. Die Wegsperren sind mit Infotafeln gekennzeichnet und auf der Homepage www.waidhofen.at ersichtlich.
„Der Anteil der Eschen am Buchenberg liegt bei etwa 15 Prozent“, berichtet Georg Brenn, Forstadjunkt von Waidhofen. Kann man das Eschensterben stoppen? „Man kann nichts machen, außer sie zu fällen", so Georg Brenn.
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