Stadl-Paura
Kampf gegen Kiesabbau geht weiter

Die Bürgerinitiative will die neue Erweiterung (rot) und die von 2018 (blau) kippen, die Gemeinden setzen auf den Brückenbau zur B1 (orange).  | Foto: Huss
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  • Die Bürgerinitiative will die neue Erweiterung (rot) und die von 2018 (blau) kippen, die Gemeinden setzen auf den Brückenbau zur B1 (orange).
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Nach dem Gang vor Gericht zieht die Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau in Stadl-Paura nun das nächste As aus dem Ärmel: Ein naturschutzfachliches Gutachten, das mehr Abbau vor Ort die rote Karte zeigt.

STADL-PAURA, LAMBACH. Der Widerstand gegen die Abbaupläne der Welser Kieswerke Treul & Co in Stadl-Paura geht in die nächste Runde. Nach ihrem Gang vor Gericht legt die Bürgerinitiative um Herbert Huss und die Naturschutzorganisation "Protect Natur-, Arten- und Landschaftsschutz" nun ein naturschutzfachliches Gutachten vor, dass die Erweiterung des Abbaugebietes in Stadl-Paura im Ausmaß von rund 46 Hektar verhindern soll. Stolpern könnten Treul & Co über den Gelbringfalter, ein streng geschütztes Insekt, und Fledermäuse.

Das Vorkommen des Gelbringfalters führte bereits dazu, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Erweiterung nachgebessert werden musste. Treul & Co legten nach. Doch nicht aussreichend, wie nun das Gutachten von Schmetterlingsexperten Gernot Embacher zeigt.

Großteil werde getötet

So werde im nachgesserten Konzept nur das Befinden der Falter behandelt. Die verbringen jedoch einen Großteil seines Lebens als Raupen. Und die würden zum Großteil durch den Abbau getötet. Und so: "In den aktuellen Abbaubereichen und den renaturierten
Flächen der Treul-Werke fehlt die Art jedoch vollständig." Dies beweise, dass die renaturierten Lebensräume dem Gelbfalter nichts bringen.
Des Weiteren seien neun Fledermaus-Arten im Gebiet festgestellt worden. Die Zerstörung derer Fortpflanzungs- und Ruhestätten ist nach EU-Recht verboten. Die Ausgleichmaßnahmen der Firma Treul seien alles andere als ausreichend.

Kein öffentliches Interesse?

Die Behörde könne Ausnahmen der Verbote verfügen – wenn öffentliches Interesse des Abbaus bestehe. Der wird den Treul-Werken jedoch abgesprochen. Hier gehe es laut der Bürgerinitiative rein um Privatwirtschaftliches. Die Entscheidung liegt jetzt beim Amt der oö. Landesregierung.

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