13.09.2017, 09:30 Uhr

Lambach und Stadl-Paura wollen die Grenzen auflockern

In der Mitte der Traunbrücke liegt die Gemeindegrenze. (Foto: Hollig)

Die Bürgermeister von Lambach und Stadl-Paura denken über eine engere Zusammenarbeit nach.

STADL-PAURA/LAMBACH. Nach der reibungslosen Zusammenarbeit bei der Landesausstellung 2016 planen die Gemeinden Stadl-Paura und Lambach, das Miteinander auszubauen. Gerlinde Stöbich, Expertin für Gemeindefusionen, durchleuchtet zunächst die Strukturen der Lambacher Gemeinde. Am 15. September bespricht sie ihre ersten Gedanken mit Bürgermeister Klaus Hubmayer. "Wir sehen uns das Ergebnis an und besprechen danach, ob wir sie ebenfalls ins Boot holen", sagt Stadl-Pauras Bürgermeister Christian Popp. Ziel einer näheren Zusammenarbeit der Gemeinden seien vor allem Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit. "Wenn irgendwo Not am Mann ist oder Maschinen fehlen, helfen wir uns ja bereits. Aber es tun sich auch Möglichkeiten auf, was das Personal betrifft. Wenn es der Bürger nicht spürt, wie etwa bei Mitarbeitern der Lohnverrechnung, beim Standesamt oder Bauamt, ist es ihm vermutlich egal und es werden beispielsweise Ressourcen für mehr Bauhofmitarbeiter frei. Das Bürgerservice sollte aber bestehen bleiben." Laut Popps Amtskollegen Hubmayer sind die Gespräche in Richtung einer Verwaltungsgemeinschaft zwar noch sehr lose, "der Wille der politischen Vertreter zur Zusammenarbeit ist aber sehr wohl da." Bevorstehende Pensionierungen von mehreren Gemeindemitarbeitern sollen personelle Zusammenlegungen erleichtern. Ob Edt (bei Lambach) oder Neukirchen (bei Lambach) in diese Gespräche mit einbezogen werden, ist noch nicht klar. "Die sind zum Beispiel beim Standesamt-Verband in Fischlham dabei und insgesamt eigenständig", meint Hubmayer. Popp würde eine Einbeziehung von Edt und Neukirchen für sinnvoll halten. "Auch, wenn ich keinen Bürgermeister vor den Kopf stoßen möchte. Solche Dinge müssen wachsen. Der Wirtschaftspark unserer vier Gemeinden war schon mal ein Anfang, aber weit nicht genug für mich." Eine Fusion, zumindest von Stadl-Paura und Lambach, würde aber zu weit gehen. Bis 2021 möchte Popp die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit klären.
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