01.04.2016, 16:00 Uhr

Sparkassenanteile: Stadt Wels leitet Verkauf ein

88.670 Aktien zum Stückpreis von 806 Euro sollen 72 Millionen für Schuldentilgung und Investitionen bringen. (Foto: grafikplusfoto/Fotolia)

Die Veräußerung soll 72 Millionen Euro in die Stadtkassen spülen.

WELS. Mit 88.670 Stückaktien hält die Stadt Wels derzeit 10,01 Prozent an der Allgemeinen Sparkasse Oberösterreich Bankaktiengesellschaft. Wels ist damit hinter der Anteilsverwaltung der Allgemeinen Sparkasse und der Erste Bank der drittgrößte Aktionär. Nach politischen Gesprächen zwischen den Stadtsenatsfraktionen hat sich die Stadt Wels dazu entschlossen, eine im Jahr 1991 vereinbarte Verkaufsoption zu nutzen. Darin wurde festgelegt, zu welchem Fixpreis Wels seine Anteile abgeben kann. In einem ersten Schritt sprach sich nun am Donnerstag, 31. März der Präsidialausschuss der Stadt Wels einstimmig für den Verkauf der Anteile aus. Endgültig finalisiert wird der Verkauf mit einem Beschluss in der Gemeinderatssitzung am Montag, 11. April.

Schuldentilgung und Investments

„Da die Verkaufsoption für das Welser Aktienpaket Ende Juni 2016 ausläuft und auch nicht mehr verlängert werden kann, müssen wir die Veräußerung der Anteile bis Mitte dieses Jahres abschließen. Durch den garantierten Verkaufspreis von rund 806 Euro je Aktie lukriert die Stadt Wels einen Erlös von rund 72 Millionen Euro. Diese Summe soll einerseits zur Schuldentilgung, andererseits für wichtige Investitionen verwendet werden“, erklärt Finanzreferent Bürgermeister Andreas Rabl. Unabhängig vom Verkauf bleibe für die Stadt Wels die gute Zusammenarbeit mit der Sparkasse selbstverständlich auch in Zukunft aufrecht. „Darüber hinaus hat die Sparkasse Oberösterreich signalisiert, dass sie auch weiterhin ein wertvoller Partner für die Welser Vereine sein wird“, so der Welser Bürgermeister. Der Vorstandsvorsitzende der Allgemeinen Sparkasse Oberösterreich Michael Rockenschaub pflichtet der Aussage von Rabl bei: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Wels und ihren Betrieben war stets gut und partnerschaftlich geprägt. So soll es auch bleiben.“
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