Selbsttest mit Fahrschule
Leitgeb zeigt drei gefährliche Straßenstellen in Neulengbach
- Harald Leitgeb führt seit 43 Jahren die Fahrschule in Neulengbach. Mit MeinBezirk macht er eine Testfahrt und zeigt die gefährlichsten Straßen.
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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Im Selbsttest mit der Fahrschule. MeinBezirk fährt gemeinsam mit Fahrlehrer Harald Leitgeb die gefährlichsten Stellen im Straßenverkehr Neulengbachs ab. Und bespricht mit dem Verkehrsstadtrat, ob hier Entschärfungen geplant sind.
NEULENGBACH. Im Zentrum Neulengbachs befindet sich gleich der erste neuralgische Punkt: rechts neben dem Alten Rathaus, vom Markt kommend. Hier treffen auf sehr engem Raum Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer aufeinander. Die Kreuzung ist schlecht einsehbar. Ein schneller Zweiradler von der Wiener Straße ist erst in letzter Sekunde sichtbar, ebenso Kinder, die über den Schutzweg laufen. "Der Gehweg müsste verbreitert und mit einem Geländer versehen, der Schutzweg leicht versetzt werden", hält Harald Leitgeb fest.
- Rechts vom Alten Rathaus Neulengbach ist eine schwer einsehbare Kreuzung. Das soll sich bald ändern.
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Dass es hier Maßnahmen braucht, bestätigt auch Helmut Leonhartsberger (ÖVP), Stadtrat für Infrastruktur und Sicherheit. "Mit der Umgestaltung des Marktes wird auch dieser Punkt verkehrstechnisch sicherer gestaltet", hält er fest.
Gestresste Eltern treffen auf Vorrangstraßen
Bei der Neuen Mittelschule Neulengbach ist die nächste gefährliche Stelle. Wenn vermehrt die Autos um die Schule parken, verstellen sie die Sicht auf die Gasserl. Hier gilt aber die Rechtsregel, das heißt etwa, dass das Auto aus der Windmühlgasse Vorrang hat. Wenn jemand zu schnell dran ist, könnte es hier zu einer Kollision kommen. Leitgeb würde daher der Windmühlgasse den Vorrang zu nehmen.
- Die Windmühlgasse ist nur schwer einsehbar, wenn davor die Autos parken.
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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Dem stimmt Leonhartsberger nicht zu. "Grundsätzlich besteht hier eine 30er-Zone, das heißt, es gilt die Rechtsregel, wodurch Autofahrer achtsamer fahren müssen", betont der Verkehrsstadtrat. Eine Vorranggeben-Tafel würde den Verkehr nicht langsamer machen, im Gegenteil. Die Autos würden noch schneller durchfahren, weil sie Vorrang haben.
Im Kreis gedreht
Ein dritter neuralgischer Punkt ist laut Leitgeb der Kreisverkehr, wo sich Ulmenhofstraße und Klosterbergstraße kreuzen. Gerade morgens rasen hier die Pendler über die Almersbergstraße hoch Richtung Bahnhof. Erst sehr spät zu sehen, für jemanden, der aus der Klosterbergstraße hochfährt. Es bräuchte einen Schutzweg und eine Schwelle, so der Rat Leitgebs.
- Hier sollte, laut Leitgeb, ein Schutzweg über die Straße führen und eine Schwelle die Raser abbremsen.
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"Wir haben schon zweimal beim Land einen Schutzweg beantragt und beide Male wurden wir abgewiesen", sagt Helmut Leonhartsberger. Der Grund: Die Straße wird von zu wenigen Personen gequert.
Eine Schwelle sieht der Stadtrat für wenig zielführend. Erstens würde es eine Lärmbelästigung für die Anrainer darstellen, zweitens wird dadurch nur kurz abgebremst und dann wieder aufs Gas gestiegen. Er plädiert an die Autofahrer, achtsamer zu fahren. Sich einem Kreisverkehr langsam anzunähern. Und generell mehr aufeinander zu achten - auch auf Fußgänger und Radfahrer.
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