Pendler-Ärger über VOR-Tarife

Noch gibt es  am Bahnhof Neulengbach Stadt die alten Streifenkarten. Am 6. Juli ist mit den Zonen Schluss.
  • Noch gibt es am Bahnhof Neulengbach Stadt die alten Streifenkarten. Am 6. Juli ist mit den Zonen Schluss.
  • hochgeladen von Michael Holzmann

Das Ende der VOR-Zonen ab 6. Juli wird vor allem für St.-Pölten-Bahnpendler ein teurer Spaß.

REGION WIENERWALD/NEULENGBACH (mh). Als "großen Wurf" versucht der Verkehrsverbund Ost-Region das neue Tarifsystem zu verkaufen. Ab 6. Juli ist das bisherige Zonenkonzept mit seinen knickbaren Streifenkarten Geschichte.

Freude hält sich in Grenzen

Die Begeisterung der pendelnden Bevölkerung in der Region Wienerwald/Neulengbach hält sich in Grenzen. "Mit dem neuen einheitlichen Öffi-Tarif im gesamten Mobilitätsraum Wien, Niederösterreich und Burgenland wird nun der Ticketpreis ganz fair für die angebotene Strecke von A nach B errechnet", lobt VOR-Sprecher Georg Huemer das neue System. Mit dem Abschied vom Zonenkonzept verschieben sich nun allerdings die Kosten nicht immer zum Vorteil der Kunden.

St.-Pölten-Preis explodiert

Besonders deutlich werden die Änderungen beim Preis der Jahreskarten, der in Richtung St. Pölten geradezu explodiert. Von Neulengbach in die Landeshauptstadt steigt der Preis von 670 auf 775 Euro, in Maria Anzbach von 670 auf 891 Euro, in Eichgraben von 888 auf 1.008 Euro. Richtung Wien wird es von Neulengbach und Eichgraben um 3 Euro teurer. Nur die Jahreskarte von Maria Anzbach in die Bundeshauptstadt wird mit 1.140 statt bisher 1.253 Euro deutlich billiger. St.-Pölten-Pendler Markus S. aus Neulengbach schäumt vor Wut: "Für mich ist fix, dass ich auf das Auto umsteige. So darf man mit Pendlern nicht umgehen."

Gratis-LUP als Placebo

Dass der St. Pöltner Busverkehr "LUP" nach dem neuen Tarifschema keine Zusatzkosten bedeutet, ist für den Neulengbacher ein reines Placebo. "Ich brauche den Bus nicht, da ich in der Nähe des Hauptbahnhofs arbeite." Auch Wien-Pendlerin Franziska Punz, die täglich mit dem Auto von Brand-Laaben nach Eichgraben und von dort mit dem Zug nach Wien fährt, ist sauer: "Beim VOR-Servicecenter am Westbahnhof musste ich wegen der Umstellung auf die neue Jahreskarte eine dreiviertel Stunde warten, wurde unfreundlich behandelt und musste auch noch 18 Euro für die Umstellung bezahlen."

Zur Sache

Die VOR-Tarifumstellung am 6. Juli bringt für Jahreskarteninhaber nach St. Pölten folgende Preisänderungen: Neulengbach - St. Pölten + 15,7%, Maria Anzbach-St. Pölten + 33%, Eichgraben - St. Pölten + 13,5%.

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