EEG Elsbeere Wienerwald
Preissenkung und Speicher-Visionen verkündet
- Vor dem Start der Generalversammlung der EEG Elsbeere Wienerwald: Margarete Maron (Gemeinderätin Kirchstetten), Georg Ockermüller (Bgm. Eichgraben), Karin Winter (Bgm. Maria Anzbach), Jürgen Rummel (Bgm. Neulengbach), Franz Haunold (Bgm. Böheimkirchen), Gerhard Berger (Bgm. Michelbach)
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Bei der Generalversammlung der Energiegemeinschaft Elsbeere Wienerwald (3.11.25) wurde der Kurs für das kommende Jahr 2026 gesetzt. Die Preise werden sinken, die Visionen für Batteriespeicher größer.
WIENERWALD/NEULENGBACH. "Wenn wir die Preise senken können, tun wir das auch", hält Jürgen Rummel bei der Generalversammlung fest. Denn es gibt weder Vorstände noch Boni in der Energiegenossenschaft, die bezahlt werden müssen. Somit konnte der Obmann der EEG Elsbeere Wienerwald am Montag eine Preissenkung für 2026 verkünden.
- Obmann der EEG Elsbeere Wienerwald verkündete bei der Generalversammlung die neuen Preise für 2026
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Die Verbrauchspreise werden im neuen Jahr von 11,50 Cent/kWh Netto auf 10,90 Cent sinken. Beim Einspeisungsentgelt fällt der Preis von 9,50 Cent/kWh auf 9,– Euro. Der Mitgliedsbeitrag von 18 Euro bleibt gleich. Damit bietet die Energiegemeinschaft deutlich niedrigere Strompreise als am klassischen Strommarkt und deutlich höhere Entgelte für das Einspeisen.
Ausbau der Batteriespeicher
Ein weiteres spannendes Thema bei der Generalversammlung der EEG war die geplante Speicheroffensive. Denn die Herausforderung bei der Energieversorgung aus Sonnenstrom sind die Nächte und die grauen Wintertage, an denen kein oder kaum Strom über die PV-Anlagen produziert wird. Um hier gerüstet zu sein, setzt die Energiegenossenschaft auf Batteriespeicher – 20 Batteriespeicher sind seit 01. August testweise integriert. Und viele weitere private Haushalte sollten darüber nachdenken.
- Vor der Generalversammlung gab es am Egon-Schiele-Platz in Neulengbach eine Roadshow. Dabei wurde das E-Auto als Speicher-Option demonstriert.
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Denn das private E-Auto könnte hier der Schlüssel sein. Wie bei der Roadshow vor der Generalversammlung präsentiert, können Elektroautos als Speicher dienen. Sofern sie bidirektional laden können und ein intelligentes System die Energieverteilung ermöglicht und kontrolliert.
Von den Zukunftsvisionen, die schon greifbar nah sind, erzählte der geladene Experte Kurt Leonhartsberger. Er forscht an der FH Technikum Wien zu Energiewende, Elektromobilität und Energieversorgung. Gemeinsam mit der EEG Elsbeere Wienerwald laufen auch gemeinsame Forschungsprojekte, um Theorien in der Praxis zu testen. So probierte das Team etwa verschiedene Elektroautos und bidirektionale Ladestationen aus, um alltagstaugliche Lösungen zu finden.
- Experten-Vortrag von Kurt Leonhartsberger über das Batteriespeicher, E-Mobilität und die Energiewende
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Eine Vision von Leonhartsberger: mit Elektroautos ein Speicherpotenzial in Österreich zu schaffen, das weit über die Pumpspeicher-Kraftwerke hinausgeht. Denn sollten bis 2030 rund zwanzig Prozent der Österreicherinnen und Österreicher mit E-Autos fahren, würde damit eine Speicherkapazität von 11.500 Megawatt zusammenkommen. Zum Vergleich: alle Kraftwerke zusammen haben 6.685 Watt. Die Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit erneuerbaren Energien wäre damit möglich.
Region vereint
Mittlerweile zählt die Energiegemeinschaft Elsbeere Wienerwald dreizehn Mitglieds-Gemeinden. Von Pyhra bis Eichgraben, von Böheimkirchen bis Brand-Laaben. Über sechs Umspannwerke wird hier der regionale Sonnenstrom in die Haushalte und öffentlichen Gebäude transportiert. Dafür mussten neben der Energiegenossenschaft Neulengbach weitere Energievereine gegründet werden, die aber alle in der Energiegemeinschaft zusammenlaufen, erklärt Vorstandsmitglied Matthias Zawichowski.
- Matthias Zawichowski berichtet von dem Wachstum der Energiegemeinschaft
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Bei der Generalversammlung waren auch alle Bürgermeister der beteiligten Gemeinden vertreten: Jürgen Rummel aus Neulengbach, Karin Winter aus Maria Anzbach, Franz Haunold aus Böheimkirchen – diese drei stellen Obmann und Stellvertretende Obleute dar – alle anderen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind mit einer Stimme im Vorstand vertreten. Diese sind: Toni Helm aus Kasten bei Böheimkirchen, Gerhard Berger aus Michelbach, Margarete Maron Gemeinderätin Kirchstetten, Monika Fischer aus Pyhra, Georg Ockermüller aus Eichgraben, Christina Steinböck Vizebürgermeisterin Asperhofen, Irmgard Schibich aus Neustift-Innermanzing, Hermann Katzensteiner aus Brand-Laaben (siehe Foto).
- Zur Generalversammlung in Neulengbach kam die Kommunalpolitik zusammen.
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Damit geht die Elsbeere Wienerwald mit über 1.800 Zählpunkten als eine der größten Energiegemeinschaften Österreichs hervor. Und das Potenzial für die kommenden Jahre ist enorm.
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