27.09.2016, 23:17 Uhr

So überlebte Labrador-Rüde "Diego" die Schlangen-Attacke

Franz Gradinger: "Jetzt ist Diego wieder gesund!"

Eine Höllenotter vermieste Hund und Herrl aus Maria Anzbach eine Wanderung auf dem Muckenkogel.

MARIA ANZBACH (mh). Es hätte für Franz Gradinger, seine Frau und Hund Diego aus Maria Anzbach eine nette Wanderung auf den Muckenkogel werden sollen. Doch die Idylle war schnell vorbei. "Wir haben zu spät gesehen, dass Diego an einer Schlange geschnuppert hat, während er an der langen Leine war", schildert Gradinger. Wenige Sekunden später hatte sich das Reptil aufgerichtet und dem dreijährigen Labrador-Retriever in die Schnauze gebissen.

Giftige Kreuzotter

Zunächst dachte das Ehepaar nicht an eine Giftschlange und setzte die Wanderung fort. "Nach einer halben Stunde wurde unser Diego plötzlich immer langsamer und bei der Bissstelle war eine Schwellung zu sehen", erzählt Gradinger. Schnell eilte das Paar zur nächsten Hütte und holte telefonisch tierärztlichen Rat ein. Die schwarze Schlange, von der Gradinger ein Video gemacht hatte, konnte als "Höllenotter" – eine einfarbige Variante der giftigen Kreuzotter – identifiziert werden.

Infusionen und Tabletten

Die Schwellung wurde notdürftig mit Wasser gekühlt. "Wir sind dann so schnell wie möglich runter zum Auto gegangen, was aber zweieinhalb Stunden gedauert hat und nicht optimal war, da sich Diego möglichst wenig bewegen sollte", schildert Gradinger. In der Tierklinik Mitterndorf wurde der Hund gerade noch rechtzeitig mit Infusionen versorgt. Zehn Tage lang musste er anschließend Tabletten nehmen. "Es hat insgesamt sechs Wochen gedauert, bis unser Diego wieder komplett gesund war", sagt Gradinger abschließend erleichtert.

Hunde an die Leine

Tierärztin Ruth Budik aus Neulengbach empfiehlt auf Anfrage der Bezirksblätter allen Hundehaltern, bei Wanderungen die treuen Begleiter auf maximal zwei Meter an der Leine zu halten. So kann eine Begegnung mit einer Schlange weitgehend verhindert werden.

Zur Sache

Laut Apothekerkammer werden in Österreich etwa 40 Menschen pro Jahr aufgrund eines Schlangenbisses stationär behandelt. Die giftigste heimische Schlange ist die Kreuzotter. Das seltene Reptil kommt in allen Bundesländern vor und ist geschützt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.