13.06.2016, 13:03 Uhr

Amstetten "steig ein": Das Blinken tut nicht weh

Reinhard Weilguny, Bernhard Brenneis, Irmgard Pöll und Thomas Leitsberger beim Führerscheintest mit der Fahrschule Easy Drivers. (Foto: privat)

Wir haben erfahrene Testpersonen zum Führerscheintest antreten lassen. Ein Experte erklärt die Fehler.

BEZIRK AMSTETTEN. 5.534 Führerscheine wurden 2015 im Bezirk Amstetten ausgestellt. Diese Personen haben die theoretische und praktische Prüfung also geschafft. Doch wie sieht es mit Verkehrsteilnehmern aus, bei denen der Test länger zurückliegt. Redakteur Thomas Leitsberger, seit 13 Jahren Lenkberechtigungsbesitzer, schnappte sich zwei mutige Testpersonen: Irmgard Pöll, NÖ-Sozialmärkte-Geschäftsführerin, ist seit 18 Jahren "nicht ganz unfallfrei, aber gänzlich daran schuldlos" und (fast) ohne Strafen unterwegs. Reinhard Weilguny, Amstettner Sparkassen-Direktor und seit vier Jahrzehnten im Besitz des Führerscheins, erzählt: "Meine Kinder sagen immer, ich soll ein bisserl schneller fahren." "Es gehört auch viel Glück dazu", auf unfallfreie Jahre zurückblicken zu können, erklärt er. Man mache immer wieder Fehler, die andere kompensieren müssen, anderseits muss man auch jene anderer ausbessern.

Fehler machen und erkennen

Das sieht Easy-Drivers-Fahrschullehrer Bernhard Brenneis ähnlich, der alle drei nach originalen Testregeln durchfallen ließ. Hier nicht geblinkt, dort eine Sperrlinie gestreift, da nicht genau aufs Tempo geachtet, falsche Lenkradhaltung, bei der Stopptafel nicht gestoppt, und was ist ein 3-S-Blick? Wohl für die meisten eine ganz normale Fahrt, die durch einen Fahrlehrerblick nicht für den Straßenverkehr tauglich ist.

Dennoch sind alle noch für den Verkehr zugelassen. Beim Theorieteil müsse man konkret für die Fragestellung lernen, so Brenneis, zudem würde einiges, nicht Gebrauchtes, einfach verloren gehen. Im Praktischen wird sich falsches Verhalten angeeignet, manchmal sei man einfach "schleißig". Natürlich kann Erfahrung vieles kompensieren, "Auffrischungen" seien aber sinnvoll. Was aber macht gute Autofahrer aus? "Sie können Fehler anderer kompensieren", so Brenneis über "defensive" Lenker.

Zur Sache: Einer der 13 risikobehafteten Vormerkdelikte des seit 2005 gültigen „Punkte-Führerscheins“ ist die Nichtbeachtung des Rotlichts. Weitere Vergehen wären etwa zu geringer Sicherheitsabstand, Nichtbeachtung der Kindersicherung oder das Befahren des Pannenstreifens (Ausnahme Rettungsgasse).

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Gewinnfrage 7: Wie viele risikobehaftete Vormerkdelikte kennt der seit 2005 gültige Punkte-Führerschein?
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