02.05.2016, 09:43 Uhr

Integration in Waidhofen: "Wir fangen klein an"

Christoph Kalteis, Rosina Kerschbaumer, Gjavit Shabanaj, Thomas Fleischanderl, Anita Prüller, Nareman Sammor, Mohammad Ali Osman, Werner Krammer, Emina Velagic, Beatrix Cmolik. (Foto: Magistrat)

Waidhofen bietet als erste Stadt Österreichs ein Integrationsjahr an

WAIDHOFEN. „Wir fangen klein an, um zu schauen, wie es wird“, sagt Christoph Kalteis. Zwei Asylberechtigte, die Mindestsicherung beziehen, starteten im April in ihr Integrationsjahr. Sie sind im Schloss Rothschild und im Altstoffsammelzentrum beschäftigt. Das Integrationsjahr ist auf ein Jahr begrenzt, Geld gibt es dafür keines. Es ist vergleichbar mit dem Freiwilligen Sozialjahr, einer Mischung von Bildungsmaßnahmen und dem praktischen Kennenlernen von Tätigkeiten.

„Alle Organisationen, die Zivildiener aufnehmen dürfen, können ein Freiwilliges Integrationsjahr anbieten, wo im Arbeitsumfeld und in zusätzlichen Kursen Deutsch gelernt wird mit dem schlussendlichen Ziel, auf dem Arbeitsmarkt integriert werden zu können“, erklärt Rosina Kerschbaumer, Integrationsbeauftragte am Magistrat.

„Die Menschen, die das Freiwillige Integrationsjahr machen, zeigen klar, dass sie an unserer Kultur, unserem Land interessiert sind und etwas beitragen wollen“, ist Stadträtin Beatrix Cmolik überzeugt. „Ich freue mich über die Vorreiterrolle Waidhofens, ich bin überzeugt, dass Integration nur durch aktive Beteiligung gelingen kann", sagt Bürgermeister Werner Krammer, Obmann des Vereins J.O.B., dem Träger des Projekts.
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