22.06.2016, 12:41 Uhr

Hochwasserschutz Alland von Rupprechter und Pernkopf eröffnet

Landesrat Pernkopf und Allands Bürgermeister Ludwig Köck (Foto: NLK)
ALLAND. Nach den teilweisen massiven Überflutungen durch die Schwechat in den letzten Jahren konnte am 10. Juni 2016 der Hochwasserschutz für die Marktgemeinde Alland feierlich im Beisein von Bundesminister DI Andrä Rupprechter und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf eröffnet werden. Mit der Investition von mehr als 6 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (43,5%) das Land NÖ (44,5%) und der Marktgemeinde Alland (rd. 12%) werden solche Ereignisse zukünftig der Vergangenheit angehören.

"Die starken Regenfälle der letzten Wochen haben gezeigt wie wichtig der Schutz vor Naturgefahren ist. Er zählt zu den bedeutendsten Aufgaben meines Ressorts. Für die Sicherheit der Lebens-, Siedlungs- und Wirtschaftsräume arbeiten wir eng mit dem Land Niederösterreich und den Gemeinden zusammen. Wir setzen gemeinsam Maßnahmen, um den Menschen in Gefahrengebieten optimale Unterstützung zu bieten: durch Vorsorge, Hilfe und Information“, erklärte Bundesminister Andrä Rupprechter.

Landesrat Pernkopf: „In den letzten Jahren wurde unser Bundesland leider immer wieder von schweren Hochwässern getroffen. Wir unternehmen daher große Anstrengungen, um die Menschen vor Katastrophen zu schützen und investieren kräftig, seit 2002 fast 800 Mio. Euro. Das rechnet sich langfristig nicht nur finanziell, sondern lässt die Menschen im ehemaligen Gefahrengebiet auch wieder ruhig schlafen. Durch umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen geben wir gleichzeitig den Flüssen auch wieder mehr Platz, das hilft nicht nur im Katastrophenfall, sondern freut auch die Natur.“

Die Hochwasserschutzmaßnahme besteht im Wesentlichen aus einem Rückhaltebecken (Rückhaltevolumen rd. 350.000 m³) und linearen Maßnahmen (Dämme und Mauern). Diese Maßnahmen werden noch im Juni 2016 ihre Funktionsfähigkeit erreichen. Mit dieser Maßnahme sind nun 54 Objekte (Wohn- und Wirtschaftsgebäude) nachhaltig vor Hochwasser geschützt.

Seit dem „Katastrophenjahr“ 2002 wurden in NÖ rd. 360 Hochwasserschutzanlagen umgesetzt. Die nächsten größeren Maßnahmen die begonnen werden, sind unter anderem in Hadersdorf-Kammern (Kamp), Seitenstetten (Trefflingbach), Lanzenkirchen (Leitha) und Hofstetten-Grünau (Pielach).
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