25.07.2016, 16:53 Uhr

Mal richtig schlemmen beim Hawlik in Bad Vöslau

Wildschweinsulz, gut gewürzt und eine bunte Mischung auch für die Augen.

Nomen est Omen in Hawlik‘s Schlemmereck: Höchste Gaumenfreuden in stilvollem Ambiente.

BAD VÖSLAU. Genau am „Eck“ zwischen Bad Vöslau und Gainfarn, an der Hauptstraße 1 gelegen, bietet „Hawlik‘s Schlemmereck“ seit 1978 einheimische Gourmet-Küche erster Güte. Der gute Ruf hält sich nun schon über Jahrzehnte. Nicht zu Unrecht, wie wir finden...

Speisekarte macht Appetit

Die Speisekarte, freundlich von Chefin Theresia Hawlik höchstpersönlich überreicht, beflügelt schon die Fantasie: Wir entscheiden uns für Haussulz vom Wildschwein und einen Eierschwammerl-Salat. Und weil uns das Goustieren das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ, entschieden wir uns auch noch für einen Aperitiv - Martini trocken und Averna. Prost und guten Appetit! Die Vorspeisen kommen frisch, knackig und gut gewürzt auf den Tisch.

Edle Weine aus der Region

Bei der Auswahl der Getränke ersuchen wir Frau Hawlik um Empfehlungen. Da wir uns für Rindfleisch-Hauptspeisen entschieden haben (Tafelspitz vom Rohrer Almochsen mit Erdäpfelscharren, Apflekren und Schnittlauchsauce sowie Beiriedschnitte gegrillt mit Kräuterbuttersaft‘l, gegrilltem Gemüse und gebackenen Erdäpfel Kringeln) wollen wir lieber Rotwein. Theresia Hawlik empfiehlt lokale Weine - wir entscheiden uns für einen St. Laurent von Hartl aus Tattendorf und einen Blauen Portugieser von Herzog-Fürlinger aus Bad Vöslau. Der Rebensaft kommt ungefragt mit einer Karaffe Leitungswasser auf den Tisch.

Erdäpfelkringel zum Verlieben...

Wie das Rindfleisch, so die Qualität der Küche, sagte meine Mutter immer. Und wenn dieser Spruch stimmt, dann kann man auf die Qualität von Hawlik‘s Schlemmereck ganz generell vertrauen. Beide Gerichte schmecken hervorragend, ein Novum für uns sind die gebackenen Erdäpfel-Kringel, in die wir uns sprichwörtlich „eingraben“. Das gegrillte Beiried wäre auch ohne Kräuterbuttersaft‘l ein „Gedicht“ gewesen.

Wenn schon schlemmen, dann...

Und nicht weil wir danach nicht schon satt gewesen wären: Aber wenn schon „schlemmen“, dann richtig. Wir lassen uns die Dessertkarte reichen. Und tatsächlich, meine Begleitung hätte was versäumt, hätte sie nicht noch zwei ordentliche Marillenknödel bestellt. „Die Marillen waren heute früh noch am Baum“, schmunzelt Frau Hawlik. Ich teste die „Kaiserin Maria Theresia“ - schwarzen Café mit Orangenlikör und Schlagobershäubchen. Wobei „Häubchen“ etwas untertrieben ist...

BEWERTUNG
Gesamteindruck:
Von außen sieht „Hawlik‘s Schlemmereck“ wie ein ganz normales Wirtshaus aus. Innen drinnen ist es ein Gourmet-Tempel, der mit bodenständiger und kreativer Küche besticht. Bei unserem Besuch kurz vor 18 Uhr ist das Lokal noch wenig besucht, das Ambiente ist gemütlich, ruhig, die großen Tische einladend gedeckt. Zwischen den einzelnen Gängen sind die Pausen gerade lang genug, um den jeweiligen Genuss nachwirken zu lassen und angeregt über den vergangenen Tag zu plaudern. Dass die Chefin selbst bedient, verleiht dem Familienbetrieb Vertrauenswürdigkeit und die Bodenständigkeit, die er verspricht. Es gibt auch einen grünen Gastgarten, den wir wetterbedingt aber nicht nutzten. Und eine Gebietsvinothek mit lokalen Weinen.

Hawlik‘s Schlemmereck in Bad Vöslau/Gainfarn
Inh. Fam. Hawlik, Hauptstraße 1, 2540 Bad Vöslau, 02252/75388
hawlik.schlemmereck@aon.at, www.schlemmereck.at
Mo - Do und Sa: 11 - 14.30 und 17.30 - 22 Uhr, So/Feiertag: 11 - 15 Uhr, Freitag Ruhetag
Küche: *****
Getränke: *****
Atmosphäre: ****
Service: *****
Preis/Wert: *****
Gesamtnote:
*****
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