01.08.2016, 17:23 Uhr

Urlaubsparadiese daheim

Erika Adensamer und ihr erstes Enkerl, der dreieinhalb Jahre alte Paul (Foto: privat)
BEZIRK BADEN. "Es gab bessere Reisejahre!", gibt Thomas Borenich, Chef der Reisebüros Aubora Vacation in Kottingbrunn und Traiskirchen unumwunden zu. Terrorakte, Attentate und der Putschversuch in der Türkei verunsichern die Urlauber. "Wir haben zwar weniger Türkei-Stornos als erwartet", so Borenich - dennoch boomen bei Neubuchungen Länder wie Griechenland, Zypern, Spanien und Kroatien. Und: "Wir haben enorm viele Restplatzanfragen, viele warten ab, wie sich die Lage entwickelt!" Reisewarnungen gibt es für die Türkei nur an der Grenze zu Syrien, für Nord-Ägypten und für die Saharawüste.
Viele bleiben heuer ganz daheim, wenn auch aus verschiedenen Gründen.

Kaiserin und Kinder

Badens ehemalige Bürgermeisterin Erika Adensamer umsorgt mit viel Liebe ihr gerade mal ein Monat altes zweites Enkelkind, und der erste Enkel Paul hilft schon bei der Gartenarbeit im Hochbeet. Die aktuelle Weltlage würde sie prinzipiell nicht vom Reisen abhalten, aber "Die Zeit der Fernreisen habe ich eher hinter mir, jetzt mag ich es gern stressfrei."
Elisabeth Schirk aus Bad Vöslau hat heuer nur ein Feriendomizil: das Vöslauer Thermalbad und die Wienerwald-Gipfel Harzberg, Eisernes Tor, Sooßer Lindkogel, Waxeneck und, und, und. "Ich weiß jetzt, dass es vom Bad auf den Harzberg 340 Stufen sind!" Nach dem Wandern geht sie ins Thermalbad schwimmen, um den Tag mit einer "Kaiserin" zu beschließen. Kaiserin? Das ist ein von Schirk selbst erfundenes Getränk: ein Achterl Wein, Zitronen- und Holundersaft und Soda auf einen halben Liter. "Gut für den Durst und gut für die Linie", schmunzelt Schirk. Vom Wegfahren abgehalten hat sie weniger die Angst vor Terror: "Die Chance, dass du einen Autounfall hast, ist immer noch viel höher!" Allerdings erschreckten sie die Meldungen von kilometerlangen Staus und Grenzwartezeiten. So beschloss sie, daheim zu bleiben, und genießt ihren Urlaub.
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