27.09.2016, 14:29 Uhr

Abstrakte Künstlerin liebt das Experiment

Madgalena Eder malt in ihrem Atelier in Arnsdorf mit Acryl auf Leinwand. (Foto: Evelyn Baier)

Magdalena Eder präsentiert in der Bachschmiede ihre Werke aus drei Jahren künstlerischen Schaffens

ARNSDORF (eve). In ihrem Sonnenlicht durchfluteten Atelier in Arnsdorf ist sie umgeben von weitläufigen Feldern und Wäldern. Mit den ersten Farbtupfern auf den Blättern der Bäume legt sich auch der Herbst über die Dächer. Inspiration findet die Magdalena Eder aber nicht nur in der Natur. Auch Museen, Ausstellungen und Magazine zaubern der freischaffenden Künstlerin neue Impulse in den Kopf. „Ich spinne eine Idee weiter und entwickle dann einen Themenzyklus“ sagt Eder. Ihr Atelier ist kreativer Umschlagplatz. Dort hat sie Raum und Zeit Ideen auf die Leinwand zu bringen. Seit fünf Jahren mietet sie bereits den Raum im Erdgeschoß des Hauses, der davor zu einer Tischlerei gehörte. Dem Vermieter gefiel die Idee dort ein Atelier zu beherbergen. „Er hat sogar Tageslichtlampen eingebaut und neuen Boden verlegt“ sagt Eder. Unterstützung bekommt sie auch von ihrem Mann, der ihre Passion unterstützt. Nebenbei ist Eder im Büro angestellt.

Schicht für Schicht zur Kunst

Es ist ihre erste Ausstellung in der Bachschmiede. Und die bis jetzt größte. Noch bis zum 16. Oktober können sich dort Besucher das Schaffen der Künstlerin aus den letzten drei Jahren ansehen. Für Eder war der Ausstellungsort schon immer ein Traum. „Meine Bilder passen perfekt in die Räumlichkeiten. Die alten Gemäuer und das Moderne ergänzt sich einfach gut".
Während in der Bachschmiede nur Acryl-Werke ausgestellt sind, greift Eder auch ab und zu nach Ölfarben. „Ich bin aber oft zu ungeduldig für Öl“ sagt sie und schmunzelt. Experimentierfreudiger zeigt sich die gebürtige Tirolerin bei den Motiven und Themen. Ihre Bilder entstehen meist mit einem abstrakten Annähern. Schicht für Schicht nähert sie sich dann dem zweiten Schritt - das Objektive. So schmiegen sich auf abstraktem Hintergrund figurale Gegenstände wie Uhren, Flaschen oder Körper ein. Die Hauptrollen ihrer Bilder schmückt Eder gerne in leuchtenden Farben. „Ich spüre mich hinein. Wenn ich das Gefühl habe es passt ein Gegenstand zum Bild, dann mache ich das. Das Bild diktiert aber selbst“ sagt Eder. Schwierig sei es nur manchmal mit dem Aufhören. „Irgendwann ist der Punkt erreicht wo es stimmig ist. Es ist natürlich schon vorgekommen, dass ich über diesen Punkt hinausgegangen bin. Dann kann es sein, dass ich weiße Farbe darüber schütte und nochmal anfangen muss“ sagt Eder. Ihre Werke aus den Händen zu geben fällt Eder oft schwer. „Sie wachsen einem einfach ans Herz“ sagt sie mit leiser Stimme. Es ist auch immer ein Teil von ihr selbst, der in den Werken steckt.

Experimentierfreude prägt Stil


Eder hat schon als Kind gerne gezeichnet. Den Weg in die Kunst ging sie aber erst 2004. Seit dem jedoch konstant: es folgte die Kunstakademie und die ersten Ausstellungen in Lamprechtshausen und Oberndorf. Ihr Heimatort Söll in Tirol widmete der Künstlerin sogar einen ganzen Monat in dem ihre Bilder ausgestellt wurden. Ihre nächsten Projekte sollen sich bald abseits des Abstrakten bewegen und mehr zum Konkreten, Gegenständlichen führen. "Ich lasse mich und meine Bilder aber ungern in eine Schublade schieben. Ich experimentiere einfach gerne und weißt nie so genau was enstehen wird". Zuhause schmückt nicht Abstraktes sondern ganz klassisch Skizzen und Zeichnungen ihre Wand. „Ich liebe Bilder von Paul Flora oder die Raben von Michael Ferner“ sagt Gruber.
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