15.03.2016, 00:00 Uhr

Die Kraft der Bäume

(Foto: panthermedia.net/luna4)
BEZIRK FREISTADT. Nachdem im September 2014 das Mühlviertel den Markenvertiefungsprozess abgeschlossen und eine gemeinsame Tourismusorganisation, die Mühlviertel Marken GmbH, gegründet hat, unterzog sich die Region Freistadt ebenfalls einer Positionierung. Im Rahmen des Markendreiecks Mühlviertel setzt der Tourismusverband Mühlviertler Kernland auf seine Stärke der „Top-Produkte“ und verstärkt die Entwicklung der Kernleistung „Freiraum“.
Dabei wurde, wie bereits mehrmals intensiv berichtet, das Projekt „Waldluftbaden – Eintauchen in die heilsame Atmosphäre des Mühlviertler Waldes“ gestartet.

Studien belegen, dass die Kommunikationsstoffe der Waldpflanzen, die sogenannten Terpene, fördernd auf die Gesundheit wirken, dadurch können sich auch die Antikrebszellen vermehren. „Mit der „Mühlviertler Waldluftbade­studie“ möchte ich zeigen, dass all diese positiven Dinge, die sich während eines Waldaufenthaltes zeigen, deshalb passieren, weil unser vegetatives Nervensystem bei jedem Waldbesuch sozusagen auf „Kur“ geschickt und heil wird“, so der medizinische Studienleiter und Arzt Martin Spinka.

Die Geomantie beschäftigt sich mit den Quellen der heilsamen Wirkung des Mühlviertler Waldes. Die Geomantie gibt Hinweise, wie Menschen dem Heilraum Wald begegnen und einen schöpferischen Umgang mit Plätzen der Kraft entwickeln können. Damit diese Qualitäten in das touristische Angebot einfließen können, haben die Geomanten Günter Kantilli und Wolfgang Strasser ein umfangreiches Konzept erstellt und die Gemeinde Windhaag als Mustergemeinde bereits geomantisch untersucht. Weitere Gemeinden sollen folgen.
Eine Besonderheit weist das Wald- und Granithochland des Mühlviertels in diesem Zusammenhang auf: Es ist das Land der Kraftplätze. Es hat die größte Dichte an sogenannten Schalensteinen in Europa. Gerade diese spektakulären Granitformationen in den tiefen Wäldern bildeten die in vorgeschichtlicher Zeit typischen Kult- und Heilorte des Mühlviertels. Übungen auf Kraftplätzen bringen uns noch direkter in Kontakt mit den Lebens- und Heilkräften des Waldes. Sie bieten Entspannung, verfeinern unsere Wahrnehmung, unterstützen seelische Prozesse und stärken die Selbstheilungskräfte.


Der Wald als Medium für sanften Gesundheitstourismus


Damit sich ein Gast in der Region wohl fühlt, muss er sich willkommen – und gut betreut. Es werden Empfehlungen gemacht, wie Blockaden gelöst und Quellen der Kraft gestärkt werden können. Durch diese Aktivierungen können Prozesse wieder in Gang kommen, Entwicklungen gefördert und Aktivitäten angeregt werden. Die Konzeptionierung der Ausbildung zum „Waldluftbademeister“, so der Arbeitstitel, ist daher bereits voll im Gange.

Karl Steinbeiß, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mühlviertler Kernland, freut sich: "Für dieses Projekt konnte die Fachhochschule Salzburg mit ihrem Lehrgang 'Innovation und Management im Tourismus' gewonnen werden. Dabei werden die buchbaren Möglichkeiten zum Erleben des Waldes ausgearbeitet."

Für die Erstellung der Gesundheitsstudie hat Martin Spinka 21 Teilnehmer ausgesucht, die sich bis September 2016 wöchentlich vier Stunden im Wald aufhalten. Zusätzlich zu drei ärztlichen Untersuchungen müssen die ProbandInnen täglich mindestens zwei Messungen mittels „Vitalmonitor“ in Eigeninitiative durchführen. Mit Pulse 7 konnte dabei ein perfekter Partner gefunden werden, die mit ihrem Programm „Vitalmonitor“ den zeitlichen Aufwand für die Messungen in einem erträglichen Zeitraum durchzuführen. Dazu eine der Teilnehmerinnen,
Andrea Buchmayr: "Es war mir bewusst, dass, wenn ich die Gelegenheit bekomme als Proband an dieser Studie teilzunehmen, ich dafür Zeit aufwenden muss. Nämlich mindestens 4 Stunden in der Woche im Wald zu sein, Messungen durchzuführen, Tagebuch zu schreiben, etc. Zeit, die ich eigentlich nicht habe oder ehrlicher formuliert, die ich mir eigentlich für mich nicht nehme. Weil ich dazu neige, meine Interessen und Bedürfnisse hintan zu stellen und ich dann, wenn für mich Zeit ist, meistens zu müde und zu erschöpft bin.
.Manchmal verbringen wir unsere Zeit gemeinsam im Wald, verbunden mit Erfahrungsaustausch und anregenden Gesprächen. Bei der letzten Winterwanderung durch den Ellerberg im Gemeindegebiet von Bad Zell habe ich spontan eine mächtige Tanne umarmt. Die Erfahrung, wieviel spürbare Kraft von diesem Baum ausgeht, ist für mich, kopflastigen Menschen, eine ganz neue Erfahrung. Ich bin von der positiven Auswirkung auf meine Gesundheit überzeugt."
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