02.04.2016, 17:27 Uhr

Hochzeiten jetzt und anno dazumal...

Einblicke in vergangene Hochzeitradtionen gewährt das Hochzeitsmuseum von Aloisia Bischof
Voriges Jahr erfüllte sich Aloisia Bischof einen Herzenswunsch und eröffnete neben ihrer Kaffeestub'n das 1. Burgenländische Hochzeitsmuseum.

Sammelleidenschaft

Dieses Museum ist das Ergebnis jahrelangen Sammelns wunderbarer alter Erinnerungsstücke rund um das Thema "Hochzeit". So findet man in den Räumen des über 100 Jahre alten Bauernhauses Schätze wie zum Beispiel eine traditionell gedeckte Hochzeitstafel, Hochzeitskleidung aus längst vergangener Zeit oder eine alte Aussteuertruhe.

Etwas ganz Besonderes ist auch die Küche des Hochzeitsmuseums, wo noch ein funktionsfähiger alter Backofen steht. "Zu manchen Anlässen wird auch auf diesem Ofen noch gebacken bzw. gekocht", erzählt Aloisia Bischoff, die auch besonderen Wert auf die Erhaltung der alten Mehlspeisrezepte legt.

Verfechterin alten Brauchtums

Die Mehlspeisbäckerin bezeichnet sich selbst gerne als Verfechterin von Tradition und Brauchtum. "Im Laufe der Zeit ändern sich viele Bräuche und es ist mir ein Anliegen, dass unsere Hochzeitskultur nicht verschwindet, sondern nachfolgenden Generationen erhalten bleibt", begeistert sich die Bischof für ihre Sache. "Ich möchte unsere Kultur in Bildern, Dokumenten, Bräuchen und in diesem kleinen Museum am Leben erhalten".

Daher freut sich die Badersdorferin auch immer wieder, wenn ihr "Schätze" von den Menschen aus der Region zum Ausstellen zur Verfügung gestellt werden. "Ich möchte, dass dieses Museum lebt. Es soll Platz für längst Vergangenes bieten, aber ich möchte auch Hochzeitsfotos von heute ausstellen, die ja auch irgendwann Teil unserer Vergangenheit sein werden", so Aloisia Bischof.

Erweitertes Sortiment

Was ihr Sortiment betrifft, geht Aloisia Bischof jedoch mit der Zeit. "Viele Menschen leiden heutzutage unter Allergien und Unverträglichkeiten. Daher biete ich jetzt auch glutenfreie Mehlspeisen und Dinkelkekse an", so die Mehlspeisbäckerin.

Das Hochzeitsmuseum kann jederzeit zu den Öffnungszeiten der Kaffeestub'n gegen eine freie Spende besucht werden.
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