31.03.2016, 15:40 Uhr

Konkurs von Reinhard Koch könnte Kettenreaktion auslösen

Reinhard Koch konnte den Konkurs nicht mehr abwehren und lässt zahlreiche Unternehmen zittern. (Foto: David Marousek)

Über das Vermögen von Reinhard Koch, Technisches Büro für Elektrotechnik in Güssing wurde am 31. März 2016 am Landesgericht Eisenstadt aufgrund eines Gläubigerantrages das Konkursverfahren eröffnet.

GÜSSING. Reinhard Koch ist Geschäftsführer der ökoStadt Güssing Sport GmbH (vormals Wasserkraftwerk Wellingermühle GmbH) und geschäftsführender Alleingesellschafter der Biogas Güssing GmbH (vormals Lebenstraum ProjektentwicklungsgmbH).

Befürchtete Insolvenzen

Diese Nachricht erschüttert auch viele Güssinger Unternehmen, für die der Konkurs ein schwerer Schlag bedeutet. Denn Koch ist Gesellschafter der PME Technisches Büro für Klimatechnik GmbH in Riederberg, der Kultursommer Güssing und der RPT Planungs und Beteiligungs GmbH. Außerdem ist er Geschäftsführer des Europäischen Zentrums für erneuerbare Energie Güssing, der Biogas Strem Errichtungs- und Betriebs GmbH und der Biogaskraftwerk Heiligenkreuz sowie Alleingesellschafter der ISG Ingenieurbüro für Siedlungswasserbau und Gebäudetechnik GmbH in Güssing und der Pro Güssing GmbH. Reinhard Koch führt darüberhinaus die Geschäfte der Pyrotherm-Kraftwerk Güssing Betriebs GmbH, der CeFET Rohstoffhandels GmbH in Strem und der Green Planet Networks GmbH sowie Mehrheitsgesellschafter der ID PR-Agentur in Güssing.

Aus für Güssing Knights?

Die Meldung ist auch ein Schock für alle Sportfans, denn der ABL-Klub magnofit Güssing Knights ist Gesellschafter der ökoStadt Güssing Sport GmbH. Das Präsidium der ABL hat nun Güssing aufgefordert, eine Stellungnahme zum Konkursverfahren abzugeben. Für diese Stellungnahme wurde eine Frist von sieben Tagen gesetzt. „Diese Vorgehensweise ist rechtlich gedeckt. Innerhalb dieser Frist kann Güssing vorweisen, ob trotz Konkurseröffnung die wirtschaftlichen Voraussetzungen gegeben sind, um die Gläubiger bedienen zu können“, sagt Karl ABL-Präsident Karl Schweitzer. Eine endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit kann somit erst nach der Stellungnahme des Vereins getroffen werden. „Wird innerhalb dieser Frist kein Nachweis erbracht, ist die Lizenz endgültig zu entziehen“, so Karl Schweitzer weiter.

Probleme waren bekannt

Die schlechte finanzielle Lage der Güssinger Knights war seit Saisonbeginn bekannt. Güssing gehört seit 2006 der Bundesliga (ABL) an. Die Südburgenländer haben seit damals 353 ABL-Spiele bestritten, von denen sie 192 gewannen und 161 verloren. 2014 wurden sie erstmals Meister, 2015 holten sie das Double aus Meisterschaft und Cup.

Link: Güssing Knights
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