16.04.2016, 19:00 Uhr

Sensationeller Showdown im Pitztal

SCS-Obmann Florian Melmer begrüßte zahlreiche Stars am Gletscher wie das Fieberbrunner Slalom-Ass Manuel Feller. (Foto: Foto: Bernhard Steiner)

Skiclub St. Leonhard richtete gelungene Alpine Staatsmeisterschaften aus

ST. LEONHARD. Vom 3. bis 7. April war der Pitztaler Gletscher Schauplatz der Speed-Bewerbe im Rahmen Internationalen Österreichischen Alpine Meisterschaften. Insgesamt acht Bewerbe führte der SC St. Leonhard durch und bot der nationalen Ski-Elite um Hannes Reichelt, Eva-Maria Brem oder Manuel Feller beste Bedingungen zum Saisonabschluss.

Junge "Wilde" am Zug

Nach dem die für Dienstag geplanten Abfahrtsrennen noch Opfer des Föhnsturms wurden, konnte am darauffolgenden Tag dann die Downhill-Show starten. Und sie wurde zu einer Kostprobe der jungen Wilden. Sebastian Arzt aus Salzburg sicherte sich den Abfahrtstitel bei den Herren, während sich bei den Damen gleich zwei Läuferinnen das oberste Podest teilten: Tamara Tippler (Steiermark) und Christina Ager (Tirol) belegten ex aequo Rang eins.

Abfahrt zum Finale

Nach der windbedingten Verschiebung der Abfahrtsrennen, musste der Ersatztag Donnerstag herhalten, um die abschließenden Staatsmeistertitel im Super-G und in der alpinen Super-Kombination vergeben zu können.

Dem Skiclub-Team um Obmann Florian Melmer gelang es, sowohl eine renntaugliche Speed- als auch Slalomstrecke zu präparieren. Während bei der Abfahrt am Vortag mit Ager, Arzt, Dujakovic oder Babinsky noch die jungen Wilden des ÖSV-Teams aufzeigten, schlug die Weltcup-Elite beim darauffolgenden Super-G zurück. Es holten sich zwei Wahl-Innsbrucker den Staatsmeistertitel: Elisabeth Görgl (Stmk.) und Hannes Reichelt (Sbg.) feierten einen versöhnlichen Abschluss ihrer jeweils durchwachsenen Saison. In der alpinen Super-Kombination gingen die Staatsmeistertitel an die Zillertalerin Rosina Schneeberger und den Kärntner Marco Schwarz.

Positive Bilanz

Der SC St. Leonhard zog ein positives Fazit der Rennen, welche durchwegs hochkarätig besetzt waren: Arrivierte Athleten wie Klaus Kröll, Hannes Reichelt oder Liz Görgl maßen sich mit jungen Hoffnungen wie Nina Ortlieb und Manuel Traninger, Technik-Spezialisten wie Eva-Maria Brem oder Manuel Feller testeten ihre Speed-Fähigkeiten und untermauerten damit ihre Hoffnungen auf einen Kombinationsstart in der nächsten Weltcupsaison.

Trotz der Wetterkapriolen mit Föhnsturm und warmen Temperaturen konnten alle Rennen durchgeführt werden. Zufrieden zeigte sich auch Skiclub-Obmann Florian Melmer: „Wir haben es geschafft, trotz der mitunter schwierigen Wetterverhältnisse faire Rennen auszurichten. Auch die Strecke war durchaus selektiv, vor allem die zahlreichen Ausfälle im Super-G zeigen dies. Ein solches Programm so spät in einem eher schneearmen Winter anzubieten ist schon eine super Leistung, die nur dank der Höhenlage des Gletschers und der Zusammenarbeit mit der Pitztaler Gletscherbahn möglich ist.“ Auch die Helfer des SCS zeigten unermüdlichen Einsatz. „Ohne unsere Helfer hätten wir das nicht geschafft. Ihnen gebührt ein großer Dank für den Einsatz. Vor allem der nötige Ersatztag am Donnerstag hätte uns fast an die Grenzen gebracht, doch wir haben mit einem relativ kleinen Team sehr effizient gearbeitet.“, zeigte sich der Obmann erleichtert über den gelungenen Ablauf der Meisterschaftsrennen.
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