09.10.2016, 20:17 Uhr

Spanischer Extremkajaker wird Sickline Extremkajakweltmeister 2016

Die Medaillengewinner - Frauen und Männer - machten es sich im Whirlpool gemütlich.

Nach einem intensiven Rennwochenende auf der Wellerbrückenstrecke in Oetz, holten sich der 25-jährige Aniol Serrasolses aus Spanien und die 26-jährige Sandra Hyslop aus Großbritannien ihren ersten adidas Sickline Extremkajakweltmeistertitel.

OETZ (ea). Oetz hieß an diesem Wochenende die besten Kajaker der Welt zur 9. Auflage der adidas Sickline Extreme Kayak World Championship willkommen. 175 Athleten aus 29 Nationen, 149 Männer und 26 Frauen, kämpften um den Sickline Titel. Die adidas Sickline Extremkajakweltmeisterschaft ist einzigartig, denn sie bringt Athleten aus den verschiedensten Kajakdisziplinen (Freestyle, Expedition, Extremkajak, Slalom, etc.) zusammen, um auf einer Weltklasse-Wildwasserstrecke gegeneinander anzutreten. Die 52 Final-Teilnehmer kämpfen auf einem 280 Meter langem Kurs mit dem Wildwasser Schwierigkeitsgrad 5 (sehr schwer) und 6 (nur unter idealen Bedingungen fahrbar) gegen die Uhr. Der Wasserstand der Ötztaler Ache war dieses Jahr niedriger als normal; jede Abweichung von der perfekten Linie wurde mit Felskontakt und Zeitverlust bestraft. Die Kajaker wussten, dass einfaches hartes Paddeln und unsauberes Fahren keine Option war – der Kurs würde dieses Jahr den besten Paddler belohnen, nicht den stärksten. Die Bedingungen waren ebenfalls widrig, mit niedrigen Lufttemperaturen während des gesamten Events und einer Wassertemperatur von 5°C. Kombiniert man das mit dem wahrscheinlich besten Teilnehmerfeld aller Zeiten, sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen versprach das adidas Sickline Finale 2016 einer der härtesten Wettbewerbe in der Kajakgeschichte zu werden, noch bevor ein Boot überhaupt das Wasser berührt hatte.
Die besten fünf Frauen starteten als erste mit dem Finale. Die britische Athletin Sandra Hyslop siegte mit einer beeindruckenden Zeit von 1:08:82 vor Nouria Newman (FRA) und Martina Wegmann (NED).
In einem hochkarätigen Herrenfinale legte der Spanier Gerd Serrasolses eine Zeit von 1:02:36 vor – der Lauf des stärksten Konkurrenten - dem dreifachen Sieger Sam Sutton aus Neuseeland - war fast fehlerlos, aber es reichte nicht. Sam verpasste den Titel um 0.01 Sekunden. Eine Millimeterentscheidung. Es war das knappste adidas Sickline Finale in der Geschichte des Rennens und das dramatischste; nur eine Hundertstel Sekunde weniger und der Sieger hätte einen anderen Namen. Dritter wurde der US-Amerikaner Dane Jackson.
Die Zuschauer der Extremkajakweltmeisterschaft waren begeistert von den Darbietungen der Athleten. Auch die Bürgermeister Hansjörg Falkner, Jakob Wolf und Fredi Köll, sowie die Touristiker Bernhard Riml, Ewald Schmid und Christoph Rauch verfolgten das Finale mit Begeisterung.
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