16.06.2016, 09:00 Uhr

Berglandmilch setzt auf Futtermittel aus Europa

(Foto: mev.de)

Die 12.000 bäuerlichen Familienbetriebe, die ihre Milch an das Unternehmen Berglandmilch liefern, verzichten zukünftig in der Milchkuhfütterung auf den Einsatz von nicht-europäischen Futtermitteln.

TIROL. Nachdem die Berglandmilch-Bauern schon seit 10 Jahren ausschließlich GVO-frei produzierte Futtermittel einsetzen, geht man nun den nächsten Schritt hin zu einer umfassend nachhaltigen Lebensmittelproduktion.

Ausschließlich hofeigene Futtermittel

Österreichs Milchbauern produzieren in traditionellen Grünlandgebieten naturnah und weitgehend unter ausschließlichem Einsatz von hofeigenen Futtermitteln. Um diese traditionelle Art der Fütterung noch klarer kommunizieren zu können, haben sich die bäuerlichen Familienbetriebe der Berglandmilch verpflichtet zur Gänze auf den Einsatz von Futtermitteln aus Übersee zu verzichten. Die Produktion von Eiweißfuttermittel (wie zum Beispiel Soja) entspricht außerhalb Europas nicht immer den strengen Standards, unter denen europäische Bauern produzieren. Deshalb setzen die Familienbetriebe bei Berglandmilch bereits jetzt auf Futtermittel, die am eigenen Hof, in unmittelbarer Nähe der Stallungen wachsen. Wenn, in geringen Mengen, ergänzende gentechnikfrei erzeugte Futtermittel in den Rationen eingesetzt werden, so stammen diese aus zertifizierten Quellen.
Obmann Johann Schneeberger, der selbst einen Milchbetrieb führt, stellt klar: "Um dieses Selbstverständnis der bäuerlichen Betriebe auch klar ersichtlich darzustellen, haben wir uns zum ausschließlichem Einsatz von europäischen Futtermitteln verpflichtet."
Josef Braunshofer, Geschäftsführer der Berglandmilch, betont: „Der Schutz von sensiblen Ökosystemen in anderen Regionen der Welt ist auch unsere Verantwortung. Beim Kauf eines unserer Markenprodukte (Schärdinger, Tirol Milch, Stainzer) entscheidet man sich nicht nur für besten heimischen Geschmack, sondern man unterstützt damit auch eine nachhaltige, bäuerliche und verantwortungsbewusste Landwirtschaft.“

Leistungen der Milchbauern herausragend

Grundsätzliche Leistungen der heimischen Milchbauern, sowie Standards in der Haltung und Fütterung von Milchkühen in Österreich, sind schon jetzt im internationalen Vergleich bemerkenswert. Während zum Beispiel in vielen, auch europäischen Ländern, Wasser für den Einsatz in der Tierhaltung aufbereitet werden muss, enthalten die Tränken in Österreich ausschließlich frisches Trinkwasser.
Auch der hohe Anteil an Grünfutter in den Rationen und der Einsatz von ausschließlich europäischen, GVOfreien Futtermitteln, sowie zusätzliche Auflagen für mehr Tierwohl und Tiergesundheit tragen zu hoher Qualität bei.

Berglandmilch

Die genossenschaftlich organisierte Berglandmilch steht im alleinigen Eigentum der über 12.000 milchlieferenden Familienbetrieben. Mit den Marken Schärdinger, Tirol Milch, Lattella, Jogurella, Formil, Desserta und Stainzer Milch ist Berglandmilch in vielen Kategorien führend. Die Rohmilch der bäuerlichen Mitgliedsbetriebe wird in 9 österreichischen Molkereistandorten verarbeitet. Mit über 1.500 Mitarbeitern ist Berglandmilch auch ein großer Arbeit- und Impulsgeber in der ländlichen Region.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.