11.04.2016, 18:57 Uhr

Neuer Datenhighway für das kulturelle Erbe

Die (Wirtschafts-) Geschichte der Region ist in rund 35 Museen, Klöstern und unzähligen Privatarchiven gesammelt. (Foto: OÖ Tourismus/Röbl)

Infoplattform soll die Geschichte der Region einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

BEZIRK (wey). Seit Urzeiten wird am Erzberg das Erz abgebaut und früher vor Ort zu Eisen und Stahl verarbeitet. Mit Flößen wurde das fertige Produkt auf der Enns nach Steyr transportiert. Steyr hatte das Stapelrecht und das Recht des Handels mit Venedig, was einen unglaublichen wirtschaftlichen Aufschwung für die ganze Region zur Folge hatte. In den Tälern entlang der Flüsse Enns, Steyr und Krems – entlang der "Eisenstraße" – wurden Messer, Sensen, Nägel und andere Eisenwaren hergestellt.
Künftig soll die (Wirtschafts-)Geschichte der Region durch eine "Eisenstraßen-Infoplattform" der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die entsprechenden Dokumente sollen mit Hilfe von Experten gesammelt, erfasst, digitalisiert und für die Zukunft gesichert werden.

Startschuss im Sommer
Die Plattform dieses "Regionaldatenspeichers" besteht aus einem Wiki-System, das von der Fachhochschule Steyr entwickelt wird. Über ein eigenes Modul für Gemeinden können alle relevanten Daten auf Webseiten und in mobilen Apps kundengerecht aufbereitet und angezeigt werden. Als Teil des Informationssystems zur Landesausstellung 2021 in Steyr (Thema "Adel – Bürger – Arbeiter. Der Weg zum modernen Oberösterreich") wird die gesamte Region auf diese Weise erlebbar gemacht.
Das EU-Projekt soll als Leader-Projekt der Leaderregion Traunviertler Alpenvorland gemeinsam mit dem Regionalforum Steyr-Kirchdorf und in Kooperation mit der Leaderregion Nationalpark Kalkalpen, dem Verein oö. Eisenstraße und dem Verein Telekom bis 2018 realisiert werden. Der Startschuss soll im Sommer 2016 fallen.
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