31.08.2016, 14:34 Uhr

Landesgartenschau in Kremsmünster: 177 Tage lang den "Dreiklang der Gärten" erleben

Bürgermeister Gerhard Obernberger, Abt Ambros Ebhart, Carla Lo (Planung Gartenschau), Karin Imlinger-Bauer (Geschäftsführerin Gartenschau), Landesrat Max Hiegelsberger (v.li.).

Mindestens 250.000 Besucher werden bei der OÖ-Landesgartenschau von 21. April bis 15. Oktober 2017 erwartet

KREMSMÜNSTER. In Oberösterreich haben sich die Gartenschauen zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Nach Ansfelden/Ritzlhof 2011 und Bad Ischl 2015 ist 2017 Kremsmünster Ausrichter der OÖ Landesgartenschau. Unter dem Motto „Dreiklang der Gärten“ garantiert Kremsmünster an 177 Tagen Gartenschau-Flair. Die drei Schauplätze Stift, Markt und Schloss verwandeln sich in eine harmonische Gartenkomposition mit vielseitigen gärtnerischen und touristischen Attraktionen. Zu den Highlights zählen die schwimmenden Gärten, der blühende Orchestergraben, die Musikgärten und Klangräume sowie das bunte, vielseitige Veranstaltungsprogramm mit Kunst, Kultur und Spiel. Die Sammlung „177 Tage – 177 Gründe“ zeigt die Vielfalt und die unterschiedlichen Erlebnismöglichkeiten auf, die die kommende OÖ Landesgartenschau ihren Gästen bietet.

Besonderes Gartenschau Ambiente im Stift
2017 findet die OÖ Landesgartenschau erstmals in einem Stiftsort statt. Die jahrhundertealte Gartentradition wird neu belebt, historische Gartenanlagen werden neu inszeniert. „Das Stift Kremsmünster ist Herzstück des bunten Gartenfestivals und bietet einen optimalen Rahmen für Geschichtsinteressierte, Kunstliebhaber und Gartenfreunde“, ist Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer von der perfekten Gartenschau Kulisse überzeugt. Aus dem Konviktshof wird der neu gestaltete Agapitushof, der Renaissance Pavillon („Moschee“) beherbergt ein Café, und der erstmals öffentlich zugängliche Konventgarten erwartet Sie mit neuen Themengärten. Der „Hortus Benedicti“ möchte auf die Gestalt und Worte des Heiligen Benedikt hinweisen, ebenso der Benediktusweg im Hofgarten, der zur „wachsenden Kirche“ führt. So können die Besucherinnen und Besucher im nächsten Jahr die vom Hl. Benedikt überlieferte Ordensregel näher kennen lernen, was Abt Ambros Ebhart besonders freut. Er lädt ein, bei einem Besuch das Zusammenspiel von Natur und Kultur im Garten zu erleben. „Unsere aufwendig revitalisierten Höfe und Gärten verwandeln sich nächstes Jahr in prachtvolle Gartenwelten, wo Historisches auf moderne Landschaftsarchitektur trifft“, so Abt Ambros. Highlight im Stiftsareal aber ist das Feigenhaus: Das älteste in Europa erhaltene Gewächshaus ist ein Juwel, ein Gartendenkmal von europaweiter Bedeutung. Erbaut im 17. Jahrhundert erwacht es mit der Gartenschau zu neuem Leben: Noch vor kurzem diente es als Wohnhaus, bald werden hier verschiedene Blumenschauen tausende Besucher/innen begeistern. Einige Titel aus dem Programm: Mein perfektes Dinner, Rosenschau, Feigen und Zitronen, Balkon und Terrasse, Dahlien und Schriftkunst.

Neue Freizeit- und Erholungsräume für Kremsmünster
2017 wird für Kremsmünster ein ganz besonderer Sommer. Der Markt feiert mit der OÖ Landesgartenschau ein Ereignis von überregionaler Bedeutung. 250.000 Besucher/innen werden auf dem über 20 Hektar großen Gelände erwartet. Das Gesamtbudget beträgt 9,8 Mio. Euro. „Wir liegen bei den Daueranlagen wie bei den Bepflanzungen sehr gut im Plan“, resümiert Landesgartenschau Geschäftsführerin Mag.a Karin Imlinger-Bauer. Derzeit konzentrieren sich die Bauarbeiten auf die Dendlleiten, wo der Auf- und Abgang zum Stift saniert wird. Aus Sicherheitsgründen mussten in diesem Bereich aufgrund des Eschentriebsterbens viele Bäume entfernt werden. Weitgehend abgeschlossen sind die Bauarbeiten im Schloss Kremsegg. „Hier ist das Gartenschau Feeling schon gut spürbar, was noch fehlt sind die bunten Farbtupfer“, so Imlinger-Bauer. Diese folgen zu tausenden in den Wechselflorbeeten. Derzeit in Vorbereitung kommen noch im Herbst im gesamten Gartenschau-Areal 100.000 Blumenzwiebeln in die Erde, die das Gartenfest im nächsten Frühjahr mit einem Blütenfeuerwerk starten lassen. Auch an der Kremsschanze ist das entstandene Naherholungsgebiet bereits gut erkennbar – nach Eröffnung der neuen Brücke ist ein direkter Zugang zur Krems vom Markt her möglich. So rückt der Fluss ein Stück mehr in den Mittelpunkt des Marktbildes. Die renaturierte Krems verbindet die drei Gartenschau Areale Stift, Markt und Schloss, es entstehen neue Freizeit- und Erholungsräume von bleibendem Wert. Landesrat Max Hiegelsberger sieht die festgelegten Ziele für Gartenschauen weitgehend realisiert, „nämlich unter umweltpolitischen und ökologischen Gesichtspunkten neu gestaltete Lebensräume und Grünzonen zu schaffen und die Lebensqualität vor Ort zu steigern“.

Langfristige Marktentwicklung und Imageprägung
Bürgermeister Gerhard Obernberger ist überzeugt, dass „die OÖ Landesgartenschau aus touristischer und ökonomischer Sicht mit einem enormen Entwicklungsschub verbunden ist. Die verschiedenen Fördermaßnahmen durch das Land OÖ sind ein wichtiger Beitrag für langfristige Ortsentwicklung und Imageprägung“, so Obernberger. Ihm ist bewusst, dass Projekte dieser Größenordnung keine Selbstläufer sind. Umso größer ist die Freude über die Unterstützung aus der Bevölkerung. Vereine, Verbände, Institutionen und Privatpersonen engagieren sich für das bunte Fest in Form von Ausstellungsbeiträgen, Veranstaltungen und Blumenschmuck. Mit der Aktion „Wir sind Gartenschau“ startet Kremsmünster eine Balkonblumen Aktion in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Gärtnerei Bergmair-Russmann. Zur erfolgreichen Realisierung des Großprojekts trägt auch die Wirtschaft Kremsmünster bei. So attraktiviert der Arbeitskreis Wirtschaft Kremsmünster mit seinem Bonusheft den Markt Kremsmünster. Jeder Dauerkartenbesitzer erhält Gutscheine mit Aktionen und Vergünstigungen aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie, Freizeit und Kultur. Insgesamt stehen 10 Dauerkarten-Vorverkaufsstellen im Markt Kremsmünster zur Auswahl.

Schloss Kremsegg: Park wird zum Konzertsaal im Grünen

Reinhören, genießen, ausklingen: Die Parkanlage des Schlosses Kremsegg vollendet den Dreiklang. Musik und Klang geben rund um das barocke Schmuckstück den Ton an. Der neue Park ist in Form einer Harfe mit begehbaren Saiten gestaltet. Die Landschaftsarchitektin DIin Carla Lo, die den EU weit ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden konnte, setzt auch hier wieder auf bestehende Ein- und Ausblicke. Sie will „Musik in allen Facetten erlebbar machen“. Einzigartige Klangräume, exquisite Musikgärten und ein blühender Orchestergraben machen die Parkanlage zum Konzertsaal im Grünen. Mittendrin finden auf der Open Air Bühne zahlreiche Musikveranstaltungen statt. Ein Platz, der mit seiner Ausstrahlung den passenden Rahmen für Kunst und Klang bietet. Im Gartenschau-Ticketpreis inkludiert ist der Eintritt in das Musikinstrumenten-Museum.

Regionaler Genuss: Frisch vom Beet in den Kochtopf

Zusätzlich zu 10 Schaugärten und 10 Themengärten laden erstmals 10 Küchengärten zum Entdecken, Staunen und Genießen ein. Neben der Stiftsgärtnerei befinden sich die Gartenschauküche und die fünf kostbaren Gärten. Was hier wächst, wird gemeinsam verarbeitet: In der Gartenschauküche kommt frisches Gemüse der Stiftsgärtnerei ebenso in den Topf wie essbare Blüten auf den Teller. Mit Regionalität, Saisonalität und Frische wird das Genussland Oberösterreich auf der Gartenschau lebendig. „Dass die Gartenschau das Bewusstsein für regionale Produkte schärft“, gefällt auch Landesrat Max Hiegelsberger. „Die OÖ Landesgartenschau ist idealer Schauplatz für die Präsentation der kulinarischen Schatzkiste Oberösterreich“. Wie köstlich Regionalität schmecken kann, ist nicht nur rund um die Stiftsgärtnerei ein Thema sondern auch in den drei Gartenschau Gastronomie Standorten. Das SPES Hotel in Schlierbach übernimmt die gastronomische Leitung, hat das AMA-Gastrosiegel und ist Umweltzeichenträger sowie Bio-Austria-Partnerbetrieb. Mag. Johannes Brandl hat das Ziel, den Großteil der Lebensmittel aus einem Umkreis von nur 30 km zu beziehen. Die Gäste werden mit regionalen Gerichten, hausgemachten Spezialitäten und traditionellen Gaumenfreuden verwöhnt

Start Dauerkarten-Vorverkauf mit Aktionspreis
Die Landesgartenschau Geschäftsführerin Mag.a Karin Imlinger-Bauer kennt viele Gründe, Kremsmünster 2017 einen Besuch abzustatten. „An 177 Tagen gibt es auf der Gartenschau täglich Neues zu entdecken. Für Gartenliebhaber und Gäste in der Region könnte das Angebot nicht größer sein“. Wer nichts versäumen möchte, dem rät Imlinger-Bauer zu einer Dauerkarte. Diese gibt es bis Ende Oktober noch zum Aktionsvorverkaufspreis von 2 für 100 Euro. Ein besonderes Preiszuckerl für Familien. Denn mit der OÖ Familienkarte sind Kinder bis 15 Jahre frei. D.h. ob Konzert, Kinderprogramm oder Kochkurs – noch bis Ende Oktober kostet einer Mutter oder einem Vater samt Kindern ein Gartenschau-Tag nur 28 Cent. Weitere Dauerkarten Vorteile: Einmal freier Eintritt bei der Landesgartenschau Niederösterreich „Die Garten Tulln“ und bei der Bayerischen Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen a.d. Ilm“. Erstmals besteht auch eine Kooperation zwischen OÖ Landesgartenschau und OÖ Landesmuseum: Die Dauerkarte des Gartenfestivals berechtigt zum einmaligen Besuch des Schlossmuseums.
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