01.09.2016, 21:21 Uhr

Neues Feuerwehrhaus - neue Erfolge

Die Bewerbsgruppe der FF Strienzing trainiert in dieser Formation seit sechs Jahren zusammen und konnte sich heuer erstmals für den Bundesbewerb qualifizieren. (Foto: privat)
WARTBERG (str). Die FF Strienzing gehört mit ihren 59 aktiven Mitgliedern nicht gerade zu den großen Feuerwehren des Bezirks, nichtsdestotrotz gelang es der Bewerbsgruppe sich in diesem Jahr mit der höchsten Punktezahl aus dem Bezirk Kirchdorf für den Bundesfeuerwehrleistungsbewerb zu qualifizieren. Der Bundesbewerb, der alle vier Jahre organisiert wird, findet in diesem Jahr von 9. bis 11. September in Kapfenberg statt und die Bewerbsgruppe aus Strienzing hofft auf eine Topplatzierung. "2012 waren unter den besten 10 acht oberösterreichische Gruppen und die ersten sechs Platzierten kamen alle aus Oberösterreich. Die besten fünf Bewerbsgruppen werden bei der Siegerehrung aufgerufen und dürfen nach vorne gehen. Das würden wir natürlich schon gerne", erzählt Kommandant Roland Lachmayr.

Erfolg kommt nicht von ungefähr

Doch die hohe Punktezahl der Strienzinger für die Qualifikation zum Bundesbewerb kommt nicht von ungefähr, denn die Bewerbsgruppe, die in dieser Formation seit sechs Jahren miteinander trainiert, konnte bei den Landesbewerben der letzten Jahre stets Erfolge verzeichnen. 2014 konnten sich die Strienzinger sogar Vizelandesmeister nennen und sich in diesem Jahr über einen guten sechsten Platz freuen. "In den letzten fünf Jahren waren wir bei den Landesbewerben vier Mal die beste Gruppe aus dem Bezirk. Bei uns ist aber der Landesbewerb auch das große Ziel. Darauf trainieren wir halt wirklich das ganze Jahr über hin. Wir machen zirka 50 Trainings pro Jahr von Jänner bis Mitte Juli für den Landesbewerb", erzählt Roland Lachmayr weiter.

Jahrhundertprojekt realisiert

Die Erfolge der Strienzinger sind noch höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass 'nebenbei' in den letzten neun Monaten 8.000 Arbeitsstunden der Freiwilligen in den Bau des neuen Feuerwehrhauses investiert wurden. "Es ist aber doch immer wieder schön zu sehen, dass es wirklich alle gern machen. Es ist etwas Besonderes, das wir hier gebaut haben. Ganz sicher eines der Jahrhundertprojekte", so der Kommandant. Das alte Feuerwehrhaus wurde nach dem Bau 1912 zwar mehrmals umgebaut, hatte allerdings bis heute weder Heizung noch Sanitäranlagen. Seit einem knappen Monat können die Freiwilligen nun den Neubau, dessen Gesamtkosten sich auf 722.000 Euro belaufen, genießen. Die Eröffnungsfeier des vom Architekturbüro MUH (Moser und Hager) aus Linz geplanten Hauses wird am 20. August 2017 stattfinden.

Eine funktionierende Gemeinschaft

Dass die 1908 gegründete FF Strienzing optimistisch in die Zukunft schauen kann, liegt vor allem an der gut funktionierenden und beständig wachsenden Gemeinschaft. "Nächstes Jahr werden wir - wenn alles so läuft wie bisher - es geschafft haben, dass sich die Zahl unserer aktiven Mitglieder in den letzten 15 Jahren verdoppelt hat", erzählt Roland Lachmayr und sieht als Hauptgrund dafür die hohe Übertrittsquote der Jugendlichen in den Aktivstand, die bei etwa zwei Drittel liegt. Besonders motivierend sind für die Jugendlichen neben den Erfolgen bei Bewerben, die sich bereits bei der Jugendgruppe einstellen, Veranstaltungen wie der jährliche traditionelle Maskenball und auch das in Strienzing organisierte Bierzelt. "Es ist wirklich schön zu sehen, wie 15-/16-Jährige mit den Aufgaben wachsen, wenn sie zum Beispiel einmal eine Bar auf einem Fest über haben. Man glaubt gar nicht zu wie viel sie in dem Alter schon fähig und bereit sind", sagt Roland Lachmayr, der auch lange Zeit für die Jugendarbeit in Strienzing zuständig war. "Ich bin wirklich zu 100 Prozent überzeugt, dass das etwas Gutes ist, war wir tun. Es ist doch viel besser, wenn die Jugendlichen in einer funktionierenden Gemeinschaft sind, als wenn sie sich am Bahnhof oder auf einem Parkplatz treffen."
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