09.03.2016, 09:43 Uhr

Es muss sich jetzt ändern

Wollen Druck machen: Josef Zimmermann, Bernhard Dunkel, Hermann Haller, Andrea Völkl, Andreas Arbesser und Peter Hopfeld.

Bezirks-ÖVP will Druck auf die Parteispitze ausüben. Man spüre, die Menschen sind unzufrieden.

BEZIRK KORNEUBURG. Ob Steuerreform oder Registrierkassenpflicht, die Wirtschaft im Bezirk stöhnt, ob der zahlreichen gesetzlichen Auflagen. Von "Sekkierismus" spricht sogar Landtagsabgeordneter Hermann Haller und stellt klar: "Viele, vor allem jene an der Basis, regen sich auf. Man spürt, so kann es nicht weitergehen. Steuerwahrheit ja, Sekkiererei nein."

Druck nach oben


Für die ÖVP des Bezirks Korneuburg steht fest: "Wir müssen Druck nach oben ausüben." Denn vor allem Kleinunternehmer und Freiwillige werden durch neue gesetzliche Regelungen an den Rand ihrer, meist finanziellen, Kapazitäten gebracht. "Man braucht keinen sekkieren, bei dem nichts zu holen ist", stellt Haller klar.
Und dass, ändert sich nicht schnell etwas, auch viele Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, steht für Kammerobmann Peter Hopfeld außer Frage: "In letzter Zeit wurde vor allem die Gastronomie enorm belastet. Zum Teil können hier nicht einmal mehr die Lebenserhaltungskosten verdient werden. Dass diese Wirtschaftstreibenden nun auf die Barrikaden gehen, ist verständlich."

Jeder hat Angst


"Mittlerweile hat jeder Geschäftstreibende oder Gastronom schon Angst, dass der erste Kunde des Tages ein Kontrolleur ist", erklärt Haller. Dass diese Angst mittlerweile etwa auch bei Vereinsfesten um sich greift, weiß Langenzersdorfs Bürgermeister Andreas Arbesser. "Bei uns gibt es über 60 Vereine. Sie decken gesellschaftliche und soziale Bereich ab. Bringt man die um, schwindet nicht nur die Lebensqualität in vielen Orten, auch die öffentliche Hand wird dadurch belastet und die Attraktivität der Gemeinden geht rasant zurück."

Hausverstand gefragt


Dass sich die Politik auf oberster Ebene nicht mehr lange spielen darf, ist auch Großrußbachs Bürgermeister Josef Zimmermann bewusst: "In unseren Nachbarbezirken sperrt ein Wirt nach dem anderen zu. Oft will sich auch der Nachwuchs die bürokratischen Hürden nicht mehr antun."
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