21.06.2016, 09:15 Uhr

Workshop mit Weltreise-Flair

Die Klasse 4a fand die Informationen von Irene Widner über das Leben in Thailand, Grönland, Peru und Australien sehr interessant. (Foto: Mader)
BREITENBACH. Am 16. und 17. Juni führte Irene Widner an der Volksschule Breitenbach einen Workshop zum Thema „Kinder dieser Welt“ durch. Das Ziel war es, den Kindern der 4a Klasse ein vertieftes Verständnis für fremde Kulturen zu vermitteln. Der Workshop wurde von gemeinnützigen Vereinen aus Zirl („Perspektive für Kinder“ in Uganda) und Wörgl ("komm!unity") sowie einer engagierten balinesischen Mutter unterstützt.

Am ersten Tag erfuhren die Schüler viel über das Leben in verschiedenen Kulturkreisen wie Thailand, Grönland, Peru oder Australien. Neben der typischen Umwelt wurden alltägliche Inhalte des Lebens besprochen; so etwa wie der Schulunterricht abgehalten wird, was die Menschen essen, welche Haustiere gehalten werden oder auch was die Kinder in anderen Ländern spielen. Diese Informationen wurden anschließend durch selbstgemalte Bilder und dazugehörige Fotos, die die Kinder auf ein Plakat klebten, gefestigt.

Danach war Eigeninitiative gefragt: Aus verschiedenen zur Verfügung gestellten Quellen und vor allem aus altersgerechten Dokumentarfilmen bereiteten die Kinder voller Begeisterung in kleinen Gruppen einen Vortrag zu den Ländern Brasilien, Indien und Japan vor. Zwischen den einzelnen Vorträgen wurden schöne Spiele aus diesen Ländern vorgestellt und typisches Essen probiert. Das indische Getränk Mango-Lassi war der eindeutige Favorit und hat den Kindern am besten geschmeckt. Sie übten sich im Reis-Essen mit Stäbchen und fanden das ziemlich lustig.
Lisi und Maresi vom Verein „Perspektive für Kinder“ erzählten am zweiten Tag über das Leben in Afrika. In Uganda helfen Sie voller Energie kranken und armen Kindern und Erwachsenen, die mit großer Kraft ihr Leben meistern.
Es gab viele Bilder aus Uganda zu sehen, einen interessanten Film über eine Kindermusikgruppe und Dinge zum Angreifen. Besonders beeindruckt waren die Kinder vom schweren Wasserkanister, den die afrikanischen Kinder in dieser Gegend jeden Tag Kilometer weit schleppen müssen. Geschmacklich wurde der Vortrag mit einer süßen Ananas abgerundet.
Adi erschien im balinesischen Kostüm und erzählte anschließend, von indonesischer Gamelan-Musik untermalt, über ihr Land, über eine Taufe und eine Hochzeit. Sie brachte Gewürze wie zum Beispiel Zitronengras oder Ingwer mit, an denen alle riechen konnten. Die heilende Gelbwurz probierte sofort ein Kind an seiner Schürfwunde aus.
Mona schließlich erzählte über Ägypten, über die Sprache und wie die Schulen dort sind.
Die Kinder machten voller Begeisterung mit. Am Ende war jedem klar, dass es zwar Unterschiede in den verschiedenen Lebensweisen gibt, aber dass andererseits die Interessen auch wieder gleich sind. Alle Kinder dieser Welt möchten spielen, ob mit Fußball oder Puppen, drücken die Schulbank und feiern gerne.

Am Ende des Workshops zeigten die Kinder mit ihrer Offenheit, dass gegenseitiger Respekt gegenüber unterschiedlichen Kulturen das Zusammenleben ermöglicht.
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