08.03.2016, 16:49 Uhr

Burgenlands Jugendliche blicken positiv in die Zukunft

Präsentation der Jugendstudie: Georg Pehm, Michael Gerbavsits, Astrid Eisenkopf und Roland Fürst

FH Burgenland befragte 1.000 burgenländische Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren.

EISENSTADT (uch). Die Einstellungen, Werthaltungen und subjektiven Zukunftsvorstellungen der im Burgenland lebenden Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren standen im Mittelpunkt einer Jugendstudie, die von der Fachhochschule Burgenland durchgeführt wurde.
Auftraggeber war die Burgenlandstiftung - Theodor Kery. Deren Präsident Michael Gerbavsits bringt die wichtigsten Ergebnisse auf den Punkt: „Die Mehrheit der jungen Burgenländerinnen und Burgenländer blickt optimistisch in ihre Zukunft und die des Burgenlandes.“

Regionale Unterschiede

Die detaillierte Analyse zeigt, dass der Bildungsgrad der Eltern einen Einfluss auf die Einstellungen der Jugendlichen hat. „Junge Burgenländer, von denen kein Elternteil Matura-Abschluss hat, sehen ihre berufliche Zukunft tendenziell düsterer“, sagt Roland Fürst, Studienautor und Leiter des Departements „Soziales“ an der FH Burgenland. Regionale Unterschiede gibt es bei der Frage, wie die Jugendlichen die Zukunft des Burgenlandes bewerten. Zum Beispiel sehen 30,6 Prozent der Befragten die Zukunft eher zuversichtlich, im Bezirk Jennersdorf hingegen nur 10,4 Prozent.

Keine Politikverdrossenheit

Ein erfreuliches Ergebnis: Knapp die Hälfte der Jugendlichen findet freiwilliges Engagement „in“. Überraschend auch das steigende Interesse an der Politik. So finden 44 Prozent der weiblichen und 40 Prozent der männlichen Jugendlichen es „in“, sich in die Politik einzumischen.
Für Jugend-Landesrätin Astrid Eisenkopf eine Bestätigung, „dass Jugendliche nicht politikverdrossen sind.“ Entsprechend will sie auch ihre Jugendpolitik ausrichten: „Ich möchte den Jugendlichen über das Landesjugendreferat die notwendige Plattform bieten. Sie sollen mitbestimmen, welche Themen ihnen wichtig sind und wo die Politik weiter ansetzen soll. Jugendliche wollen ernsthafte Angebote und keine Scheinpartizipation.“
Kommentar von Chefredakteur Christian Uchann
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