04.05.2016, 09:52 Uhr

59 neue Kleinkinderzieher für Kärnten

Zertifikatsverleihung des IBB-Lehrgangs KleinkinderzieherInnen mit LH Peter Kaiser, Melissa Flechl, Andreas Selisnik, Maria Jöbstl, Iris Raunig und Gerald Salzmann (Foto: LPD/fritzpress)

Landeshauptmann Kaiser überreichte die Zertifikate - Elementarpädagogik hat große gesellschaftliche Bedeutung

Kärnten hat 59 neue Kleinkinderzieher. Ein Mann und 58 Frauen absolvierten beim Institut für Bildung und Beratung (IBB) die entsprechenden Ausbildungslehrgänge und erhielten gestern ihre Zertifikate.

Kindergärtner mit Universitätsprofessoren gleichgesetzt

„Die Gesellschaft vertraut Ihnen ihr Zukunftskapital an“, so Kaiser. Die wichtigsten Grundlagen für die weitere Entwicklung der kinder würden im elementarpädagogischen Bereich gelegt. „Die Kleinen begegnen Ihnen mit viel Emotion und offenen Herzen in einer Welt, in die sie erstmals ohne ihre Familien eintreten“, sagte der Landeshauptmann. Für einige der Kinder könne der Eintritt in die Kinderbetreuungseinrichtung aber auch eine erste Verbesserung, einen ersten weitgehender sozialen Kontakt, eine Kompensation von Defiziten darstellen. Kaiser betont, dass ein Kindergärtner gleichwertig mit einem Universitätsprofessor oder Gymnasiallehrer ist. Dafür gelte es mehr Bewusstsein zu schaffen.

Die Ausbildung

Die Kleinkinderzieher haben 350 theoretische Unterrichtseinheiten zu wesentlichen Bildungsbereichen der Elementarpädagogik und ein 80 Unterrichtseinheiten umfassendes Praktikum in einer elementaren Bildungseinrichtung absolviert. Um rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen von vorschulischen Bildungsinstituten, Kindheit aus pädagogischer und psychologischer Perspektive, Zusammenarbeit mit Eltern, Konzepte der Frühpädagogik, Didaktik und Methodik der Elementarpädagogik, Selbsterfahrung und Reflektion ging es unter anderem im theoretischen Teil.
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