19.05.2016, 15:24 Uhr

Opitmaler Boden für neue Produkte

In Imst, in der Nähe der Landwirtschaftlichen Lehranstalt, wird ganz besonderes Getreide angebaut.
IMST. Manchmal ist es einfach zu heiß dafür, dass Getreide wächst. Manchmal auch zu kalt, oder zu nass. Die klimatischen Voraussetzungen spielen beim Getreideanbau nicht immer mit, speziell nicht im rauen Tiroler Klima. Außer, man hat die richtigen Anbausorten in Verwendung!
Mit der Standardsaat ist mitunter nicht viel auszurichten. Daher wurde in Imst, in unmittelbarer Nähe der Landwirtschaftlichen Lehranstalt (LLA), ein Forschungsbauernhof eröffnet. Verpächterin des 3,5 Hektar großen Areals, und zugleich Ideengeberin, ist Maria Hauser. Der früheren Leiterin des Ländlichen Fortbildungsinstitutes schwebte schon lange vor, für Forschungsarbeiten Flächen langfristig bereitstellen zu können.
Jetzt ist es soweit und auf ihren Grundflächen hinter dem Hof wachsen inzwischen bereits die ersten Getreidesorten. Auf den ersten Blick sind es ganz normale Getreidefelder, beim zweiten Hinschauen bemerkt man, dass die Flächen in kleine Parzellen unterteilt sind.
Da steht das Getreide etwas höher, daneben etwas niedriger. Das Grün der Pflanzen unterscheidet sich leicht. Alles irgendwie ähnlich und doch sehr verschieden.
Es wurden unterschiedliche Sorten mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften ausgebracht. Die Universität Innsbruck begleitet das Projekt, das vom Land Tirol getragen wird. Die Nähe zur Landwirtschaftlichen Lehranstalt ist dabei wichtig.
Studiendekan Univ.Prof. Paul Illmer begrüßt die Zusammenarbeit. Für ihn ein weiterer wichtiger Schritt der Universität Innsbruck, sich hinaus in die Regionen zu öffnen.
LHStv. Josef Geisler gibt viel auf das Projekt: "Forschung und Innovation werden für die Tiroler Landwirtschaft immer wichtiger. Mit dem Forschungsbauernhof Imst haben wir die Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis zu erproben und umzusetzen."
Das sieht auch Christian Partl so. Der Leiter des Fachbereichs landwirtschaftliches Versuchswesen im Land Tirol sieht im Projekt eine "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten.
Das erste Getreide wächst noch zart heran. Das Interesse an dem, was hier heranreift, ist aber schon jetzt groß. Bäcker interessieren sich für das Korn ebenso, wie Tiroler Bierbrauer.
Bis das in Imst angebaute und getestete Getreide aber in den Handel kommt, wird es noch einige Jahre dauern. Denn erst wenn alles ausgewertet ist, kann man an die Vermarktung denken.
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