30.06.2016, 09:10 Uhr

Ein Buch von Fissern für Fisser

Psärentierten das neue Dorfbuch: Vizebgm. Simon Schwendinger, Bgm. Markus Pale, BH Markus Maaß, LR Beate Palfrader, Wolfgang Gritzner, Petra Streng, Georg Juen, Sabine Geiger, Siegfried Krismer und Michael Rietzler (v. l.).

Nach zweijähriger Recherche- und Autorenarbeit wurde das 519 Seiten starke druckfrische Dorfbuch präsentiert.

FISS (otko). Bei Kaiserwetter wurde vergangenen Freitag am Fisser Kirchtag das neue Dorfbuch "Fiss, unsere Heimat, unsere Geschichte" präsentiert. Auf 519 Seiten ist die 800-jährige Geschichte des ehemaligen Bergbauerndorfes, das sich seit den 1960er Jahren zu einer Tourismushochburg gewandelt, umfassend aufbereitet.
Ein 10-köpfiges Redaktionsteam aus Fiss rund um Michael Rietzler, Wolfgang Gritzner, Georg Juen, Sabine Geiger und Siegfried Krismer, das von fünf externen ExpertInnen wissenschaftlich begleitet wurde, recherchierte und schrieb über zwei Jahre an dem Buch. Neben viel Bild- und Textmaterial beinhaltet das Buch im Anhang auch eine aktuelle Flurnamenkarte und eine interaktive CD mit dem Titel "sprichst du Fisserisch." Das Dorfbuch ist zum Preis von 49 Euro unter anderem bei der Gemeinde, beim TVB, bei der Raiffeisenkasse und beim Museumsverein erhältlich.

Eigenheiten bewahrt

Im Anschluss an die Prozession wurde im Rahmen des "Tags der Vereine" das neue Dorfbuch präsentiert. Auch Kulturlandesrätin Beate Palfrader und BH Dr. Markus Maaß wohnten dem Festakt am Dorfplatz bei. "Es gibt Manderleit, Weiberleit und Fisser", diese pointierte Beschreibung am Buchanfang war auch LR Palfrader zu Ohren gekommen: "Heute müsste man es eigentlich in Fisserinnen und Fisser gendern. Fiss ist eben anders und offen. Trotz des rasanten Wandels vom Bergbauerndorf zur Tourismushochburg hat sich Fiss seinen dörflichen Charme bewahrt, was man an den Brunnen sieht." Hier fühle man sich sich daheim, da Fiss ein familiärer Ort sei. Auch das rege Vereinsleben zeuge davon.
Dr. Petra Streng, die das Redaktionsteam wissenschaftlich begleitet hat, verwies auf die eifrige Arbeit der AutorInnen und die vielen Stunden der Recherche und der Fotosuche."Fiss ist anders und auch das Dorfbuch unterscheidet sich durch seinen Aufbau von anderem Heimatbüchern. Viel Arbeit und viele Gedanken wurden in das Dorfbuch investiert und ein großes Kompliment gilt auch der Gemeindeführung für die große Unterstützung", so Streng.

Großer Einsatz

Der Fisser Bgm. Markus Pale würdigte das Dorfbuch als etwas wichtiges, das ihm am Herzen liege. "Wir haben hier einen anderen Weg gewählt und das Buch wurde großteils von FisserInnen für FisserInnen geschrieben. Ich danke den AutorInnen für ihren großen Einsatz. Die Besonderheiten und Eigenheiten wurden umfassend dokumentiert und durch die tollen Beiträge und die Bebilderung wird ein aktueller Stand über unsere Heimat vermittelt, zeigte sich der Dorfchef stolz.
Zum Gaudium der Zuschauer mussten LR Palfrader und BH Maaß noch alte Fisser Flurnamen aus der Karte auf "Fisserisch" vorlesen.
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