12.09.2016, 10:40 Uhr

Kappl: Enkel ließen 81-jährigen Opa in einem Tobel zurück

Symbolbild (Foto: Polizei)

Vier Deutsche unterschätzen Bergtour und gerieten in unwegsames Gelände und in ein Gewitter. Ein Hirte wurde zum Retter.

KAPPL. Am 11. September 2016 wanderte ein 81-jähriger Deutscher mit seinen drei Enkeln im Alter von 22, 31 und 33 Jahren im Gemeindegebiet von Kappl zur Visnitzalpe. Dort beschlossen sie über das Joch weiterzuwandern um anschließend von der Alp Trida mit der Seilbahn nach Ischgl zurückzufahren. Die Länge der Tour wurde von der Wanderern völlig unterschätzt, weshalb sie im oberen Teil des Visnitz Tales die Route änderten und versuchten über die 2727 Meter hohe Vesulscharte und die Vesulalpe zurück ins Tal zu wandern. Dabei geriet die Gruppe in unwegsames Gelände und in ein Gewitter. Es wurde Dunkel und die Wanderer verloren die Orientierung. Der 81-Jährige kam schließlich nicht mehr weiter und blieb alleine durchnässt in einem Tobel zurück.
Gegen 20:50 Uhr bemerkte ein Hirte auf der gegenüberliegenden Talseite zufällig Lichtzeichen von den verirrten Wanderern und setzte einen Notruf ab. Die Bergrettung Kappl stieg mit elf Bergrettern zur Vesulalpe auf, erreichte die drei jungen Wanderer und begleitete diese ins Tal. In der Folge wurde auch der ca. 200 Höhenmeter oberhalb befindliche, völlig erschöpfte und durchnässte 81-Jährige aufgefunden. Die Bergretter transportierten den Mann mit der Gebirgstrage zum Fahrweg, den sie nach über einer Stunde erreichten. Gegen 00:45 Uhr war die Bergung der vier Wanderer abgeschlossen. Es wurde niemand verletzt. Die Bergrettung Kappl stand mit 12 Mann im Einsatz.
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