02.05.2016, 14:05 Uhr

Volksbank Landeck am Weg zur Fusion

Gutes Ergebnis: Vorstand Martin Holzer, AR-Vorsitzender Walter Gaim, Gerald Fleischmann (VB Wien) und Vorstand Daniel Koler.

Die Volksbank Landeck erreichte 2015 eine Bilanzsumme von 993 Mio. Euro. Die Fusion am 17. September 2016 erfolgen.

LANDECK (otko). Die Volksbank Landeck schaffte trotz der turbulenten wirtschaftlichen Entwicklungen in der Eurozone 2015 ein passables Ergebnis. Die erfreulichen Zahlen präsentierten die Vorstände Mag. Martin Holzer und Mag. Daniel Koler vergangenen Donnerstag bei der Generalversammlung.
"Das Wirtschaftswachstum hatte im vergangenen Jahr zu wenig Schwung für eine positive Tendenz am Arbeitsmarkt. Derzeit sind Kredite durch die Nullzins-Politik der EZB billig, was Finanzierungen erleichtert. Zudem verliert der Euro an Wert, was gut für Exporte und den Tourismus ist", erläuterte Holzer. Die niederen Zinsen seien zwar gut für Investoren, aber schlecht für Sparer und für die Bank. Die Wirtschaft im Bezirk sei stabil und der Tourismus verzeichnete Zuwachsraten.

Stabiles Wachstum

"Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sind die Kundeneinlagen auf 755 Mio. Euro gestiegen, um 36 Mio. Euro mehr als im Jahr davor", verweist Koler. Bei den Kundenforderungen (Krediten) gab es nach einem leichten Rückgang im Jahr 2013 eine deutliche Steigerung im Folgejahr auf 846 Mio. Euro. Seit 2011 sind die Kundenforderungen um 13 Prozent gewachsen. "Auch 2015 wurde dieser Wert trotz hoher Tilgungen gehalten", so Koler. Erfreut zeigten sich die beiden Vorstände und Aufsichtsratsvorsitzender Walter Gaim über die Entwicklung der Bilanzsumme: "Mit einer Bilanzsumme von 993 Mio. Euro ist die Volksbank Landeck die größte Bank im Tiroler Oberland."
Das Betriebsergebnis beträgt 2,3 Mio. Euro. Das EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) als wichtigste Kerngröße für die Volksbank Landeck liegt im Jahr 2015 bei ca. 4,7 Mio. Euro. "Wir hätten hier ein Rekordergebnis erzielt. Durch die Scheidungskosten und den Umbau des Volksbankensektors sind hier Einmalkosten von 5 Mio. Euro entstanden. Damit ist für uns das Thema ÖVAG endgültig erledigt", erläuterte Holzer. Der in der Bilanz ausgewiesene Gewinn beträgt 105.000 Euro.
Auch bei den gesamten Eigenmitteln wurde die Quote abermals erhöht. "Mit 108,4 Mio. Euro an Eigenmitteln sowie einem Kernkapital von 13,8 Prozent und Gesamteigenmitteln von 17,7 Prozent übertreffen wir das gesetzliche Erfordernis deutlich", so Koler.

Weichen sind gestellt

Eine Veränderung für die 5.461 Genossenschaftsmitglieder und die 143 Mitarbeiter der Volksbank Landeck steht in Kürze an. im März 2015 wurde ein Grundsatzbeschluss zur Fusion der drei Nordtiroler Volksbanken – Innsbruck-Schwaz, Kufstein-Kitzbühel und Landeck – gefasst. "Bis 24. Mai müssen wir die Unterlagen an die Aufsichtsbehörde übergeben. Derzeit werden 19 Teilprojekte ausgearbeitet und es vergeht kein Tag ohne Konferenzen. Am 23. Juni findet eine außerordentliche Generalversammlung statt und dort werden die Ergebnisse präsentiert", informiert Holzer.
Auch AR-Vorsitzender Gaim verwies auf den guten Weg: "Wir wollen Ängste abbauen und ein tragbares Ergebnis für die Mitarbeiter präsentieren. Die Volksbank Tirol bleibt auch weiterhin ein verlässlicher Partner mit Regionalität." Die technische Fusion erfolgt am 17. September.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.