14.07.2016, 00:00 Uhr

Mehr Geld für Pflegebedürftige

Bei einer Untersuchung wird festgestellt, wie hoch der Pflegebedarf ist. Daran orientiert sich dann das Pflegegeld. (Foto: Kzenon/panthermedia)

Zu Jahresbeginn wurde das Pflegegeld erhöht. Allerdings wurde bereits zuvor der Zugang erschwert.

Für rund 70.000 Menschen, die in Oberösterreich Betreuung und Pflege brauchen, war es eine gute Botschaft zum Jahresbeginn. Das Pflegegeld wird einheitlich in allen sieben Stufen, in denen es ausbezahlt wird, um zwei Prozent erhöht. Es ist dies die erste Erhöhung des Pflegegeldes seit sieben Jahren. In Stufe eins erhalten Bezieher nun 157,30 statt bisher 154,20 Euro im Monat. In Stufe sieben sind es 1688,90 Euro statt bisher 1655,80 Euro. Im Durchschnitt macht die Erhöhung nach Angaben des Sozialministeriums jährlich 111 Euro aus.

Höherer Pflegebedarf nötig

Allerdings wurde bereits mit Jahresanfang 2015 eine höhere Hürde beim Zugang zum Pflegegeld aufgestellt. In den beiden untersten Stufen mit den bisher insgesamt meisten Beziehern wurden die Voraussetzungen, also der notwendige Pflegebedarf pro Monat, erhöht. Für einen Bezug muss nun ein monatlicher Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden (statt 60 Stunden) bestehen. Festgestellt wird dies bei einer ärztlichen Untersuchung. Dabei wird etwa darauf geachtet, wie viel Hilfe der oder die Betroffene für alltägliche Tätigkeiten wie Körperpflege, An- und Ausziehen, Zubereitung von Mahlzeiten, Waschen, Kochen oder Putzen benötigt. Anschließend wird das monatliche Pflegegeld in einer von sieben Stufen festgelegt.

Pflegegeldstufen

Stufe 1: mehr als 65 Stunden; 157,30 Euro
Stufe 2: mehr als 95 Stunden; 290 Euro
Stufe 3: mehr als 120 Stunden; 451,80 Euro
Stufe 4: mehr als 160 Stunden; 677,60 Euro
Stufe 5: mehr als 180 Stunden (außergewöhnlicher Aufwand); 920,30 Euro
Stufe 6: mehr als 180 Stunden (Tag- und Nachtbetreuung); 1285,20 Euro
Stufe 7: mehr als 180 Stunden (keine zielgerichteten Bewegungen möglich); 1688,90 Euro
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