02.05.2016, 07:46 Uhr

"Gehen fokussiert in die letzten Wochen"

Wilhelm Wahlmüller könnte zum Verfasser eines königsblauen Sommermärchens an der Donau werden.

Nach Sieg im direkten Titelduell gegen Hartberg scheint das Relegationsticket für Blau Weiß gebucht.

LINZ (rbe). Den Auftakt in die Regionalliga Mitte zum Start der Frühjahrsrunde über die LASK Juniors gewann Königsblau glatt mit 3:0. Danach folgten weitere Kantersiege gegen Wallern, Gurten, Weiz und eben Hartberg. Verantwortlich für den sportlichen Höhenflug ist Trainer Wilhelm Wahlmüller sowie sein Bruder Stefan und deren Betreuerstab. Bei der Videobesprechung wirkt der Trainer professionell und ernst, dennoch ist die Stimmung im Team entspannt und freundlich, danach beginnt er über die sportliche Situation zu sprechen.

Heißes Titelduell erwartet
"Das Spiel gegen Hartberg war für uns neben dem Spiel gegen die Juniors das wichtigste Spiel im Titelkampf. Die Mannschaft, das Trainerteam und der Verein waren sich um die enorme Bedeutung dieser Partie bewusst", so Wahlmüller. Bereits vor Saisonauftakt war klar, dass der Titel in der Regionalliga Mitte wohl nur über die Steirer oder Blau Weiß führen kann. "Ganz so einfach ist es nicht. Es reicht ja nicht aus, dass man die beiden direkten Duelle gewinnt, sondern man muss sich in jedem Spiel beweisen", stapelt der Trainer tief und ergänzt: "Bei Blau Weiß ist es wie beim LASK. Jeder Gegner ist noch einmal um ein Stück motivierter und konzentrierter. Dazu kommt der Donaupark."

Das Donauparkstadion
Der Trainer blickt lässig über den Rasen, schwelgt in Erinnerungen. "Viele schöne Geschichten in blau-weiß wurden hier schon geschrieben. Dennoch weht immer ein Hauch von Ostblock über die Tribüne, aber das Stadion hat dennoch seinen Charme. Ich spiele lieber im Donaupark, als auf der Gugl, wo keine Stimmung aufkommt. Man hat gegen Hartberg erneut gesehen, zu welchem Hexenkessel die Fans den Donaupark machten", betont Wahlmüller.

Relegation und Aufstieg
Das Wort "Relegation" nimmt der ambitionierte Trainer ungern in den Mund. "Natürlich macht man sich seine Gedanken als Coach, aber auf uns warten noch harte Aufgaben in der Liga. Wir sind aber nicht blauäugig, haben das durchaus am Radar", so Wahlmüller. Alle Kräfte wurde auf das Duell gegen Hartberg konzentriert. "Richtig, die Gefahr ist groß, dass man in ein Loch fällt, aber das Team hat Stärke bewiesen und die Runde darauf Weiz mit 5:0 besiegt. Mental war das sehr wichtig. Wir gehen fokusiert in die letzten Wochen", erklärt der 49-jährige Fußballtrainer.

Der Anspruch ist groß
"Den Fans würde ich es vergönnen, dass wir am Ende Meister werden und die Relegation gegen Wattens gewinnen. Dass in Linz der Anspruch ein ganz anderer als in St. Florian ist, braucht man nicht länger erwähnen. In den kommenden Wochen können unsere Fans den Unterschied ausmachen. Der Klub lebt von seiner Geschichte, von seinem Vorgängerklub, sonst wären wir ein normaler Verein", resümiert Wilhelm Wahlmüller.
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