30.05.2016, 15:30 Uhr

Bezirk Melk: Ladendiebe spezialisierten sich auf Spirituosen

Die Spirituosendiebe mussten sich am Landesgericht St. Pölten für ihre Diebestour rechtfertigen. (Foto: Ilse Probst)

Rumänen stahlen auf ihrer Tour durch Europa in Melk Alkohol im Wert von über 3.000 Euro.

BEZIRK. Von Rumänien aus fuhren drei Männer extra nach Belgien, um Spirituosen in diversen Supermärkten zu stehlen. Auf der Heimfahrt suchten sie Anfang März 2016 auch in Österreich, unter anderem in Melk, Märkte auf und klauten Alkohol im Wert von mehr als 3.000 Euro.

Notorische Geldprobleme

Zwei der Diebe, ein 35-Jähriger und ein 26-Jähriger, mussten nun am Landesgericht St. Pölten zu den Vorwürfen von Staatsanwältin Barbara Kirchner Stellung nehmen. Der dritte Rumäne, der nicht in Untersuchungshaft genommen worden war, erschien nicht zum Prozess.

Notorische Geldprobleme seien das Motiv für die Fahrten gewesen, erklärte der Ältere, während sein Komplize ausführte, dass er auch spiel- und alkoholsüchtig sei. Darum sei man bereits im Februar nach Österreich gefahren und habe vorwiegend Spirituosen gestohlen, um diese in Rumänien zu verkaufen.

Drei Vorstrafen in Deutschland

Weist der 35-Jährige drei Vorstrafen in Deutschland auf, meinte Richter Markus Grünberger zu den sieben Vorstrafen des Jüngeren: „Sie waren ja mehr in Haft als auf freiem Fuß!“ Bei ihm kämen auch die strafverschärfenden Rückfallvoraussetzungen zum Tragen.

Minderung dank Geständnis

Als wesentlichen Milderungsgrund bei dem 35-Jährigen hob Verteidiger Alexander Heihs das umfassende Geständnis seines Mandanten hervor. Dementsprechend verurteilte ihn der Richter zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, zehn davon bedingt. Der 26-Jährige, ebenfalls geständig aber mit einigen Erschwerungsgründen mehr, muss für zwei Jahre hinter Gitter, die er in Rumänien absitzen möchte. Beide Urteile sind rechtskräftig.
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