Mautturm ist gerettet

     

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ST. NIKOLA. Der Mautturm ist vorerst gerettet. Es werden Sicherungsmaßnahmen gesetzt. Diese werden bis Ferienbeginn abgeschlossen sein. Erst dann ist die B3 wieder in Sarmingstein befahrbar. Von einem kontrollierten Abtragen ist vorerst nicht mehr die Rede.
Wie Bürgermeister Nationalrat Nikolaus Prinz informiert, fiel diese Entscheidung, nachdem ein Sachverständiger für die Versicherung und ein Statiker im Auftrag der Gemeinde das historische Bauwerk am Dienstag dieser Woche unter die Lupe nahmen. Die Vorgehensweise der Sicherungsmaßnahmen in vereinfachter Form: Der ausgebrochene Teil des Mautturms wird mit Spritzbeton ausgefüllt und mit senkrechten Holzstaffeln, Seilen sowie einem Netz gesichert. Damit ist die Gefahr für die beiden Häuser unterhalb des Turms, die Donauuferbahn und die B 3 gebannt. Wie es dann mittelfristig mit dem Kulturgut weitergeht, ist noch nicht geklärt. Das nicht unter Denkmalschutz stehende Kulturgut wird sicher nicht von der Gemeinde saniert werden können. St. Nikola ist eine Abgangsgemeinde. Land, Bund und Private sind gefordert.
Persönliche Anmerkung: Ich bedanke mich bei Bürgermeister Nationalrat Nikolaus Prinz. Er hat laufend alle Informationen zum Thema Mautturm weitergegeben und so eine objektive Berichterstattung ermöglicht. DANKE!

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Lesen Sie über den Einsturz bei der Ruine Klingenberg:

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UPDATE, Dienstag, 11. 6. 2013, 01 Uhr
Rettet heute Versicherung historischen Mautturm?

Mit einer Wandzeitung an seinem Greiner Haus macht der Historiker Karl Hohensinner auf den Mautturm aufmerksam.

ST. NIKOLA, GREIN. Der Abriss des Mautturms ist noch nicht fixiert. Wie bekannt wurde, ist das einsturzgefährdete historische Gemäuer versichert. Wie weit die Versicherung haftet, wird am Dienstag, 11. Juni, geklärt. Wie Bürgermeister Nikolaus Prinz informiert, gibt es am Dienstag auch ein Gespräch mit der Kulturabteilung des Landes über die weitere Vorgangsweise. Es wurden inzwischen auch Schutzmaßnahmen für die beiden Häuser unterhalb des Mautturmes getroffen. Die B3 ist aber in Sarmingstein weiterhin gesperrt.

Der Historiker Karl Hohensinner weist seit Montag, 10. Juni, auf seinem Haus am Greiner Stadtplatz auf den drohenden Abriss des Mautturms hin. Diese „Wandzeitung“ will der Greiner täglich erweitern.

Auch ein Schreiben an das Bundesdenkmalamt machte er an seinem Haus öffentlich:

Sehr geehrte Frau Landeskonservatorin!
Turm in Sarmingstein: Kritik und Vorschlag
Ergänzend zu meinen sonstigen Aktivitäten möchte ich erneut hinsichtlich des Turmes in Sarmingstein Position beziehen:
1. Als promovierter Historiker (Publikationen auch über diese Gegend) und seit 25 Jahren im regionalen Tourismus Tätiger werde ich einem Abbruch sicher nicht zustimmen und nach einem solchen werde ich sicher nicht beitragen, die Sache mit Stillschweigen zu bedecken. So wie der Turm Eingang in viele Geschichtsbücher gefunden hat, so soll auch sein Abriss dort dokumentiert werden. Die Nachwelt möge sich dann ihr Urteil bilden.
2. Mittelalterliches und frühneuzeitliches Mauerwerk besteht sehr oft aus zwei Schichten: Außenseite, Innenseite und dazwischen ist loses Material: Können Sie mir beweisen, dass es sich hier nicht auch so verhält? Kann es sein, dass nur das äußere Mauerwerk und die Füllung des Turmes betroffen ist und nicht das innere Mauerwerk?
3. Gibt es eine nähere Stellungnahme, warum der Turm nicht unter Denkmalschutz steht? Durch das Auftreten des Denkmalamtes und das Gehabe seiner Vertreter vor einigen Jahren in Sarmingstein wurde in der Bevölkerung der Eindruck erweckt, der Turm stünde unter Denkmalschutz. Können Sie in der Öffentlichkeit argumentieren, warum sich das Denkmalamt für Geschäftstafeln und andere reversible Kleinigkeiten am Hauptplatz von Grein einsetzt, ja sogar unter Androhung von Strafen, und eine dermaßen irreversible Angelegenheit wie die Abtragung des Sarmingsteiner Mautturmes durchgeht? Fürchten Sie nicht den Vorwurf des Messens mit zweierlei Maß? Fürchten Sie nicht den Volkszorn?
4. Was heißt Abtragung? Von Sprengung war die Rede? Hat so eine "Abtragung" nicht nach wissenschaftlichen Prinzipien zu erfolgen. Gehören mittelalterliche Funde nicht sichergestellt?
5. MEIN VORSCHLAG: Nachdem der Turm nicht unter Denkmalschutz steht, hat eine etwaige Sanierung Sie, sehr geehrte Frau Landeskonservatorin und das Denkmalamt nicht zu interessieren! Die Gemeinde St. Nikola braucht also keine wahrscheinlich sehr teure vom Denkmalamt empfohlene Firma beauftragen.
Man soll - so mein Vorschlag - also alles, was leicht von Turm heruntergeht, herunterfallen lassen, ein Teil wird stehenbleiben Diesen Teil sichert man (z.B. Betonring innen, Zuganker).
Dann betoniert man wieder auf ursprüngliche Höhe auf und stellt den Zugang zum Verschönerungsweg wieder her.
Der Turm ist auch als Baukörper und Landschaftsdominante wichtig (Sichtbarkeit von den Schiffen aus, auch in Hinblick auf die Ardagger-Schiffahrt). Einer "Verkleinerung" würde ich niemals zustimmen.
Den Beton kann man ja außen mit mittelalterlichen Steinen verkleiden, aber so, dass alt und neu gut getrennt ersichtlich ist.
Ein Zugang von Sarmingstein aus wäre wünschenswert, ebenso eine kleine Dokumentation.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Karl Hohensinner
4360 Grein
Kreuznerstr. 8
Durchschrift an Privatpersonen, Medien und Amtsstellen




Historischer Mautturm wird abgetragen

ST. NIKOLA, SARMINGSTEIN. Das Wahrzeichen von Sarmingstein, der über 500 Jahre alte Mautturm, wird abgetragen. Wie Bürgermeister Nikolaus Prinz mitteilt, ist diese Entscheidung auf Grundlage von Statiker- und Experteneinschätzungen gefallen. Eine Sanierung würde das doppelte der Abtragung kosten und die Sicherheit sei nicht garantiert. Vor über drei Wochen donnerten Teile des Turms auf die Geleise der Donauuferbahn. In zwei Häusern, die unmittelbar unterhalb des Turms liegen, dürfen einige Zimmer nicht mehr bewohnt werden. Für den Turm besteht akute Einsturzgefahr. Deshalb bleibt die B3 auf unbestimmte Zeit in Sarmingstein für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Straße kann wieder geöffnet werden, wenn der Turm abgetragen ist. Eine Umleitung über Waldhausen ist eingerichtet.
Gegen den Abriss des Turms regte sich massiver Widerstand. Der Greiner Historiker Karl Hohensinner richtete von Bundespräsident Fischer abwärts einen Appell, das Bauwerk zu erhalten. Der Rundturm ist einer der letzten mittelalterlichen Mauttürme und findet sich im Marktwappen von Sarmingstein. Prinz: "Bei einer kontrollierten Abtragung des Turms besteht die Möglichkeit, wenn es statisch geht, den unteren Teil des Turms zu erhalten und wieder eine Aussichtsplattform über den Dächern von Sarmingstein zu gestalten.“


B3 bleibt gesperrt - Einsturzgefahr

Bürgerprotest gegen Abriss des Mautturms, des Sarmingsteiner Wahrzeichens.


ST. NIKOLA, SARMINGSTEIN, GREIN. Gesperrt bleibt vorerst auf unbestimmte Zeit, sicher aber bis Mitte Juni, die B3 in Sarmingstein für den gesamten Verkehr (Fahrverbot in beiden Richtungen). Wie Bezirkshauptmann Werner Kreisl informiert, besteht für den über 500 Jahre alten Mautturm akute Einsturzgefahr. Die Straße kann erst wieder geöffnet werden, wenn der Turm gesichert oder abgetragen ist. Bereits vor über zwei Wochen donnerten Teile des Turms auf die Geleise der Donauuferbahn. In zwei Häusern, die unmittelbar unterhalb des Turms liegen, dürfen einige Zimmer nicht mehr bewohnt werden. Derzeit ist eine Umleitung über Waldhausen eingerichtet.
Gegen den drohenden Abriss des nicht unter Denkmalschutz stehenden Mautturms regt sich nun massiver Widerstand. Der Greiner Historiker Karl Hohensinner richtete an Bundespräsident Fischer, Ministerien, Bezirkshauptmannschaft und an das Bundesdenkmalamt einen Appell, den Mautturm zu erhalten. Der Turm ist einer der letzten mittelalterlichen Mauttürme an der Donau. Er findet sich sogar zentral im Marktwappen von Sarmingstein. Hohensinners Appell Richtung Bundesdenkmalamt zur Erhaltung des Turms: „Ich fordere Sie auf: Erlassen Sie einen Notbescheid, jetzt gleich auf der Stelle!“
Ulrike Knall-Brskovsky Leiterin vom Bundesdenkmalamt Linz, zur BezirksRundschau: Wir müssen die Ergebnisse des Statikers abwarten, dann können wir weitere Schritte setzen.“
Wie Bürgermeister Nationalrat Nikolaus Prinz informiert, geht jetzt einmal die Sicherheit bevor. Nikolaus Prinz: „In der kommenden Woche liegen Berechnungen vor, ob aus Sicht der Statik eine Sanierung zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten machbar ist und ein Risiko für die Zukunft ausgeschlossen werde kann oder eine Turm-Abtragung ohne Sprengungen vorgenommen werden muss. Bei einer kontrollierten Abtragung des Turms besteht die Möglichkeit, wenn es statisch geht, den unteren Teil des Turms zu erhalten und wieder eine Aussichtsplattform über den Dächern von Sarmingstein zu gestalten.“
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6 Kommentare
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R. Zinterhof aus Pabneukirchen | 31.05.2013 | 16:29  
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R. Zinterhof aus Pabneukirchen | 31.05.2013 | 18:00  
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R. Zinterhof aus Pabneukirchen | 31.05.2013 | 20:39  
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R. Zinterhof aus Pabneukirchen | 06.06.2013 | 00:25  
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