18.03.2016, 14:06 Uhr

Sorge tragen für die Nachhaltigkeit

Hubert Ellmauthaler mit Hannes und Ferdinand Eder (Bartlbauer Niedernsill).

Der pensionierte Förster Hubert Ellmauthaler steht privaten Waldbesitzern mit Rat und Tat zur Seite.

PINZGAU (vor). Österreich ist ein waldreiches Land - rund 48 Prozent, also fast die Hälfte der Fläche, ist mit Wald bedeckt. Im Pinzgau sind es etwa 40 Prozent. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, sondern stellt eine Lebensgemeinschaft der Tier- und Pflanzenwelt dar. Darüber hinaus erfüllt er noch mehrere Aufgaben, nämlich Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktionen.
Bezirksförster
Einer jener Menschen, die den Wald schützen, ist Hubert Ellmauthaler. Als Pinzgauer Bezirksförster ist er mittlerweile in Pension, aber er steht den vielen privaten Waldbesitzern dennoch mit Rat und Tat zur Seite. "Schon als Bub bin ich mit meinem Vater, der ebenfalls Förster war, in den Wald gegangen. Ich hatte eigentlich zwei Berufswünsche, entweder Vermesser oder Förster."

Vier Rayone im Pinzgau
Nach der sechsjährigen Ausbildung legte er die Staatsprüfung ab. Mit einigen Praxisjahren wurde der gebürtige Brucker Leiter der Forstaufsichtsstation Mittersill. Der Pinzgau ist auf vier Gerichtsbezirke aufgeteilt.

Der Waldwirtschaftsplan
Die wichtigste Aufgabe eines Försters ist es, dafür Sorgen zu tragen, dass die forstgesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden - das heißt, dass jede Waldgemeinschaft, die einen Waldwirtschaftsplan hat, diesen einhalten muss. Dazu kommen die Beratung und die Förderung der Waldbesitzer. Ellmauthaler: "Jede Waldbewirtschaftung muss nachhaltig sein. So viel wie wächst, so viel kann man auch einschlagen. Eine Ausnahme sind Naturkatastrophen, aber auch diese müssen über die Jahre wieder ausgeglichen werden."

Nach wie vor gefährlich

Bei der Holzeinbringung hat sich gegenüber früher naturgemäß einiges geändert, so zum Beispiel bei den Transportmitteln: Aus Hornschlitten, Pferdegespannen und sogenannten Knickschleppern wurden LKW. "Aber obwohl sich die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert haben, ist die Forstarbeit noch immer recht gefährlich", weiß der pensionierte Förster.

Erneuerbare Energie
Die thermische Verwertung des Rohstoffes Holz - sei es durch Hackschnitzel, Pellets oder Stückholz - als erneuerbare Energie trägt wesentlich zur Reduzierung der fossilen Brennstoffe und damit zur Verminderung des CO2-Ausstoßes bei. Auch die Erholungsfunktion des Waldes hat gerade in letzter Zeit durch vermehrte Freizeitaktivitäten an Bedeutung gewonnen.
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