15.04.2016, 10:06 Uhr

Auszeichnung für betriebliche Gesundheitsförderung

Verleihung des “Gütesiegels für betriebliche Gesundheitsförderung“ (v.l.): Bundesministerin Sabine Oberhauser, Schwester Katharina Laner und Pauline Mohr (Krankenhaus Schwarzach) sowie Andreas Huss. (Foto: Salzburger Gebietskrankenkasse)

Bundesministerin Sabine Oberhauser verlieh Gütesiegel an das KH Schwarzach.

Das Krankenhaus Schwarzach hat in den vergangenen Jahren für seine mehr als 1.350 Mitarbeiter zahlreiche Maßnahmen zur Vermeidung von gesundheitlichen Belastungen und Unfallrisiken gesetzt. Dafür erhielt das Pongauer Spital nun von Bundesministerin Sabine Oberhauser das "Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung“.

"Gesunde Mitarbeiter sind essentiell für Patienten"

Die Auszeichnung wird vom Fonds Gesundes Österreich unterstützt. Die Kriterien für die Zuerkennung orientieren sich an den Qualitätsvorgaben des “Europäischen Netzwerkes Betriebliche Gesundheitsförderung”. Schwester Katharina Laner und Ludwig Gold, Geschäftsführer im Krankenhaus Schwarzach, unterstreichen die Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung im Spital: “Gesunde Mitarbeiter sind neben einer modernen medizinisch-technischen Infrastruktur unser wichtigstes Kapital zum Wohl der Patienten. Unser Ziel ist es, die physische und psychische Gesundheit unserer Mitarbeiter bestmöglich zu fördern.”

Großes Angebot an Gesundheitsprogrammen und Fortbildungen

Alle Mitarbeiter des Krankenhauses können ein spezielles Fortbildungsprogramm in Anspruch nehmen. Daneben gibt es ein umfangreiches Angebot zum Thema Gesundheit, wie Bewegungs- und Ernährungsprogramme, Burnout-Prävention, ein „Xsundi-Bonussystem“, Supervision, eine Rezeptecke für gesundes Kochen, Unterstützung bei Firmensportevents oder auch das Pilotprojekt “Gesunder Rücken” für Mitarbeiter in der Spitalsküche. Einmal im Jahr wird ein eigener Gesundheitstag für das gesamte Personal des Pongauer Spitals organisiert.

Krisenintervention

Einen besonderen Stellenwert innerhalb der betrieblichen Gesundheitsförderung nimmt im Schwarzacher Krankenhaus das Projekt "Krisenintervention für Mitarbeiter" ein. Es handelt sich um ein dreistufiges Programm, das die Mitarbeiter bei der Bewältigung kritischer Ereignisse am Arbeitsplatz unterstützt. Gerade in einem Krankenhaus sind Mitarbeiter immer wieder potenziell traumatischen Situationen konfrontiert, wie beispielsweise der plötzliche Tod von Patienten, Suizidversuche, die persönliche Bekanntschaft mit einem Schwerverletzten oder Sterbenden oder ein Arbeitsunfall mit gravierenden Folgen.

Entlastungsgespräch

„An erster Stelle steht das zeitnahe Entlastungsgespräch mit speziell geschulten Kollegen und Mitarbeitern im Haus – diese Herangehensweise ist österreichweit einzigartig. Bei Bedarf folgt in Stufe zwei die Unterstützung durch hausinterne Notfallpsychologen sowie in extremen Fällen als dritte Stufe die Weiterbehandlung durch externe Trauma-Therapeuten", erklärt Clemens Hausmann, Psychologe im Krankenhaus Schwarzach.
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