20.09.2016, 15:44 Uhr

So verhalten Sie sich bei einem Wildunfall richtig

Autofahrer nehmen unbewusst an, dass das Wild von rechts die Straße quert. Das stimmt nicht. Die Tiere suchen immer den kürzesten Weg über die Straße. (Foto: Franz Neumayr)
Jährlich kommen in Salzburg knapp 2.200 Wildtiere im Straßenverkehr zu Tode. „im Herbst kommt es aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse zu besonders vielen Unfällen mit Wildtieren“, weiß man im österreichischen Versicherungsverband VVO. „Das Gefahrenzeichen ‚Achtung Wildwechsel‘ sollte unbedingt ernst genommen und der Fahrstil entsprechend angepasst werden“, erklärt Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Bei Übergangsbereichen zwischen Wald und Feld ist das Risiko eines Wildunfalles daher besonders groß.

Autofahrer erwarten Tier von rechts

Studien haben gezeigt, dass 80 Prozent der Autofahrer unbewusst annehmen, dass Wildtiere von rechts kommen. Tatsächlich queren Tiere die Fahrbahn von beiden Seiten. Die gesamte Fahrbahn sowie beide Straßenränder sollten daher aufmerksam beobachtet werden. „Ist ein Zusammenstoß mit einem Wildtier unvermeidlich, sollte man stark bremsen und das Lenkrad gut festhalten. Ein Ausweichmanöver ist nicht zu empfehlen, denn ein solches ist weitaus riskanter, als ein Zusammenstoß mit dem Tier“, erklärt Thann.
In der Morgendämmerung und abends sind Wildtiere am aktivsten.

Nach dem Unfall

Wenn es tatsächlich zu einem Unfall mit einem Wildtier kommt, muss die Gefahrenstelle unverzüglich abgesichert und die Exekutive verständigt werden. Die Nichtmeldung eines Sachschadens ist strafbar. „Getötetes Wild darf auf keinen Fall mitgenommen werden – auch nicht zum Tierarzt. Vielmehr ist eine rasche und korrekte Meldung des Unfalls wichtig“, erklärt Peter Lebersorger, Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände.
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