01.06.2016, 09:28 Uhr

Forschung und Industrie in Kooperation: Materialforschung wird zur Schlüsseldisziplin für Innovation.

Die Atomic Austria GmbH, die auch Salomon Ski produziert, arbeitet eng mit Forschungseinrichtungen zusammen. (Foto: Otto Wieser)

Der Pongauer Skierzeuger Atomic dient als Paradebeispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft:

SALZBURG (aho). Talent, Ehrgeiz, hartes Training, ein professionelles Umfeld sowie mentale Stärke sind Voraussetzungen, um im Skisport international vorne mitzumischen. Daneben darf aber auch das perfekte Material nicht fehlen.
Dass die Ski bei allen Bedingungen stabil auf der Piste bleiben, liegt an hochtechnologischen Entwicklungen. Sie sorgen etwa dafür, dass unerwünschte Vibrationen des Skis in elektrische Energie umgewandelt werden und der Ski den Kontakt mit dem Boden nicht verliert.

Dies ist nur eines von vielen Anwendungsgebieten, in denen Forschung und Industrie im Bereich Smart Materials – intelligente Materialien – zusammenarbeiten. Smart Materials gehört zu den fünf zentralen Elementen der Wissenschafts- und Innovationsstrategie des Landes Salzburg, die heuer von LH Wilfried Haslauer und LR Martina Berthold präsentiert wurde.

Atomic Austria als Vorreiter

Beispiele für erfolgreiche Kooperationen von Forschung und Industrie liefert der Salzburger Skierzeuger Atomic, der mit der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research im vergangenen Winter einen modernen Touren-Skischuh entwickelte. "Trotz eigener Forschungsabteilung suchen wir die Zusammenarbeit mit externen Forschungseinrichtungen", sagt der Geschäftsführer der Atomic Austria GmbH, Michael Schineis.

"Die Wissenschaft hat die Ideen, die Industrie greift diese Ideen auf und baut Prototypen, welche in der Praxis getestet und dann gemeinsam zum Endprodukt entwickelt werden", erklärt Schineis. Auch LH Haslauer sieht in der Materialforschung eine Schlüsseldisziplin für Innovationen bei Energietechnik, Leichtbau, Entwicklung neuer Biomaterialien, Verbindung von synthetischen und natürlichen Materialen oder neuartigen Fertigungsverfahren wie dem 3D-Druck. "Im Land Salzburg wurde durch die Materialforschung an der Universität Salzburg und an der Fachhochschule Salzburg ein Kompetenzbereich geschaffen, der für viele Branchen der Salzburger Wirtschaft Antworten und Lösungen liefern kann."
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