11.07.2016, 14:17 Uhr

Wohnbauforschung für besseres Wohnen

Das Land will nicht nur standardisierten Wohnraum schaffen. (Foto: RMA Archiv)

Land Salzburg unterstützt über die Salzburger Wohnbauforschung drei Projekte

Stadtentwicklung, lebenszyklusorientiertes Bauen und geförderter Mitwohnbau sind die Themen der drei Projekte, die das Land Salzburg heuer über die Salzburger Wohnbauforschung unterstützt.

70.000 Euro für drei Projekte

"Die Wohnungspolitik ist gefordert, nicht nur standardisierten Wohnraum zu schaffen, sondern das Thema Wohnen weiter zu entwickeln und qualitätsvollen Wohnraum aktiv mitzugestalten", so Wohnbaureferent Landesrat Hans Mayr. Daher unterstützt das Land Salzburg über die Salzburger Wohnbauforschung beim ersten Einreichtermin im heurigen Jahr drei Projekte. Es handelt sich dabei um das Projekt "Stadtentwicklung – Baulandoffensive für den geförderten Wohnbau", "Low-Tech-Lösung für lebenszyklusorientiertes Bauen im mehrgeschossigen Wohnbau" und "Geförderter Mietwohnbau in Salzburg – Wunsch und Wirklichkeit". Insgesamt werden die drei Projekte mit bis zu 70.000 Euro unterstützt.

Stadtentwicklung – Baulandoffensive für den geförderten Wohnbau

Dieses Projekt wird sich mit dem derzeitigen Jahresschwerpunkt der Nachverdichtung und Baulandreserven mobilisieren auseinandersetzen. Auch wenn es bereits erfolgreiche Projekte gibt, erscheint das nachträgliche Verdichten und die Innenentwicklung von bestehenden Strukturen schwierig und zeitaufwändig und damit vor allem in der Umsetzung oft zu teuer zu sein. Gewerbebauten und Handelsbetriebe mitsamt Parkflächen prägen die Haupteinfallsstraßen in die Städte. Das Projekt stellt dar, dass vorhandene Strukturen im städtischen Zentralraum über eine Vielzahl an ungenützten Potenzialen verfügen. Diese können durch zusätzlichen Wohnbau ökonomisch, ökologisch und sozialräumlich zu einer wertvollen und zeitgemäßen Wohngegend weiterentwickelt werden.

Low-Tech-Lösung für lebenszyklusorientiertes Bauen im mehrgeschossigen Wohnbau

Die rasante Entwicklung der vergangenen Jahre führt dazu, dass manche Teilbereiche im Wohnbau mit dem raschen Fortschritt und der Technisierung nicht mithalten können. Derzeit ist es nach wie vor schwierig, eine Qualitätssicherung in der Errichtung und im Betrieb zu gewährleisten. Daher stellt sich die Frage, ob der Weg hin zu weniger und einfacherer Technik im Wohnbau zu einem Mehrwert für die Bewohnerinnen und Bewohner und zu einer Stabilisierung der Baukosten führen kann. Zeitgleich muss überlegt werden, inwieweit es sinnvoll und möglich ist, ein Gebäude nicht nur über die Baukosten zu beurteilen, sondern die Baukosten den laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten im gesamten Lebenszyklus gegenüberzustellen.

Geförderter Mitwohnbau in Salzburg – Wunsch und Wirklichkeit

Dieses Projekt versucht anhand einer vergleichenden Analyse nachzufragen und aufzuzeigen, welche Konzepte von Wohnbauten sich in der Vergangenheit in der Umsetzung und auch im Betrieb bewährt haben, welche Aspekte direkten Einfluss auf die Wohnzufriedenheit haben und welche Faktoren das Zusammenleben und das Funktionieren einer Siedlung begünstigen. Um künftige Qualitätsstandards zielgerecht weiterentwickeln zu können, werden die Ergebnisse der Analyse an die Planer, Projektentwickler und an die Wohnbauförderung weitergegeben.
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