29.09.2016, 19:25 Uhr

Fernpass-Scheiteltunnel kommt!

Günther Platter will den Fernpass-Scheiteltunnel schnellstmöglich verwirklichen. Elisabeth Pfurtscheller (li) und Sonja Ledl-Rossmann haben mit der von ihnen und der Wirtschaft des Oberlandes erarbeiteten Resolution die Vorarbeit für diese Entscheidung geleistet.

Klare Ansage von Landeshauptmann Günther Platter

BREITENWANG (rei). Am Donnerstag tourte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) durch den Bezirk Reutte. Um 18 Uhr stand ein Pressegespräch am Terminkalender, um 19 Uhr begann ein Treffen mit ÖVP-Funktionären und Interessierten im Einsatzzentrum von Breitenwang.

Zentrales Thema beim Pressegespräch war der Verkehr. Unter dem Verweis, dass die Region - gemeint waren die Bezirke Reutte, Imst und Landeck - jetzt an einem Strang ziehen, stellte Tirols Landeshauptmann fest, "der Fernpass-Scheiteltunnel und der Tschirganttunnel müssen kommen!"
Von der bisherigen Strategie, zuerst muss der Tschirganttunnel gebaut werden und erst in der Folge der Fernpass-Scheiteltunnel hält Platter nichts mehr. Das Land werde am Fernpass die notwendigen Maßnahmen vorantreiben und gleichzeitig intensive Gespräche mit dem Bund führen, dass dieser über die ASFINAG auch das Tschirgantprojekt vorantreibt.

Klare Ansage: Der Scheiteltunnel kommt!

In der folgenden Debatte wird nachgehakt: Der Fernpass-Scheiteltunnel muss gebaut werden ist nicht aussagekräftig genug. Wird er gebaut?
Diesmal wird Platter konkret: "Der Fernpass-Scheiteltunnel kommt!"

Drei Jahre Vorarbeiten, dann geht es los

Wann genau mit dem Bau begonnen wird, kann der Landeshauptmann noch nicht sagen. Aber jetzt soll alles schnell gehen. Die Probebohrungen am Fernpass laufen. Sie dienen nur mehr dazu, die beste Trasse zu finden. Liegen die Ergebnisse vor, geht es in die Planungsphase. Die wird allerdings rund drei Jahre dauern, aber dann wird das Projekt umgesetzt, versichert Platter.

Nein zum Massivausbau

Den Wünschen, anstelle des Scheiteltunnels eine großere Variante anzugehen, erteilt Platter aber eine klare Absage. Mehr noch, er warnt vor dramatischen Folgen, die eine große Tunnelvariante mit sich bringen würde. "Dann ist der Transitverkehr nicht mehr aufzuhalten. Ein Massivausbau ist sicher der schlechteste Rat, den man den Außerfernern geben kann."
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Gerhard F. Dujmovits aus Innsbruck | 30.09.2016 | 11:23   Melden
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Günter Arnold aus Innsbruck | 01.10.2016 | 12:59   Melden
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Gerhard F. Dujmovits aus Innsbruck | 01.10.2016 | 13:12   Melden
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