07.04.2016, 00:00 Uhr

Mit Kultdisco ist auch das Konzept "Fledermaus" abgebrannt

Günter, Birgit und Hannah Damith vor den Trümmern: Ein Heizungsdefekt löste den Brand in der Fledermaus aus.

Die Fledermaus wird nicht wieder aufgebaut. Aber: Chef plant bereits Neues für die Partyszene.

ENZENKIRCHEN (ska). "Das Schlimmste war der Anruf – 'dein Mann rennt in die Flammen'", schildert Birgit Damith die Ereignisse am Morgen des 20. März. An diesem Sonntag brannte die Discothek Fledermaus in Enzenkirchen komplett aus. 13 freiwillige Feuerwehren kämpften stundenlang gegen die Flammen an. Schaden: Eine Million Euro.

Eigenes Inventar nicht versichert

"Ich wollte retten, was noch zu retten ist", sagt Günter Damith zu den Schilderungen seiner Frau. Als er das zweite Mal in das in Vollbrand stehende Gebäude rennen wollte, hat ein Freund ihn aufgehalten. "Wir hatten unglaubliches Glück, das niemand verletzt wurde", sagt Damith. Der gebürtige Kärntner hat die Discothek im Winter 2015 gepachtet. Nach vier Monaten stehen er und seine Familie nun vor den Trümmern. Nichts ist mehr zu retten. Zudem war das Inventar, das Damith mit in die Discothek brachte, noch nicht versichert. So bleibt die Familie auf einem, wenn auch geringen Teil des Schadens sitzen.

Neues Lokal soll schon im Herbst eröffnen

Nun, drei Wochen später, kann Familie Damith wieder aufatmen und neuen Mut fassen. Denn trotz der Tragik des Brandes, fehlt's nicht an etwas Ironie. "Wir haben sowieso geplant, die Discothek von Grund auf zu verändern", berichtet Damith. "Die Fledermaus hätte es ab Herbst nicht mehr gegeben." Der Brand hat zwar nun für eine Planänderung gesorgt. Das neue Lokal wird laut Damith aber auf jeden Fall kommen – und zwar in dem Gebäude, an das die Discothek angebaut war. Dieses gilt es, nun auf Vordermann zu bringen. Die Planungen dafür laufen bereits mit dem Gebäudebesitzer. Denn obwohl das Haus kein Opfer der Flammen wurde, haben es die Löscharbeiten schwer in Mitleidenschaft gezogen. "Der Anbau, in dem die Fledermaus war, wird nicht wieder errichtet", teilt Damith mit. Wie genau das neue Lokal aussehen soll, steht noch nicht fest. Im Herbst soll es bereits seine Türen öffnen.

Vom Mitgefühl, das hunderte Freunde und Fans der Fledermaus via Sozialen Netzwerken bekundet haben, ist Familie Damith überwältigt. Besonders dankbar ist sie für den Einsatz der Feuerwehren. "Respekt an Einsatzleiter Josef Mair, der alles koordiniert hat", sagt Damith. "Danke auch an den Chef des Chili Papas, der alle mit Getränken versorgt hat", fügt Damith hinzu. Übrigens: Das mexikanische Restaurant, das direkt an die Discothek angrenzt, ist vom Brand nicht betroffen und hat wie gewohnt geöffnet.


23. April: Abschiedsparty
Die Fledermaus verabschiedet sich heuer nicht nur in den Sommer, sondern für immer. Nach dem Brand hat die bereits zuvor geplante Abschiedsparty am 23. April eine enorme emotionale Bedeutung für die Damiths. Als "Ausweichlocation" wird in der Smokers Bar im Kinocenter in Raab gefeiert. Die Gäste erwartet tolle Musik auf vier Floors. Der Eintritt ist frei. Los geht's um 21 Uhr
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