18.09.2016, 08:00 Uhr

Die wichtigsten Tipps beim Wandern im Herbst

Herbsttouren haben einen ganz besonderen Reiz - erfordern jedoch auch eine angepasste Ausrüstung (Foto: MEV)

Der Herbst eignet sich perfekt für Wanderungen im Bezirk. Wichtig ist allerdings die richtige Ausrüstung.

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit für ausgedehnte wunderschöne Bergtouren: Morgendliche Frühnebelfelder, klare Luft mit toller Fernsicht und natürlich das Farbenspiel der Natur. Weiters machen die angenehmen Temperaturen den Herbst zur perfekten Saison für Wanderungen in den Bergen, kombiniert mit einem gemütlichen Einkehrschwung am Abend.
Damit die Tour ein entspanntes Vergnügen wird, ist vor allem die richtige Ausrüstung wichtig.

Genügend warme Kleidung

Gerade in den Übergangsjahreszeiten können die Temperaturunterschiede zwischen dem Talort und dem Gebirge sehr groß sein. Nehmen Sie daher immer ausreichend warme Kleidung und packen Sie diese nach dem Zwiebelprinzip ein, auch wenn der Tag bei der Abfahrt schönes Wetter verspricht: Das Funktionsshirt trägt man ja sowieso, eine Fleece- und eine Regenjacke bilden die mittlere und äußere Schicht der Zwiebel. Auch Handschuhe und eine warme Mütze gehören bei einer Herbstwanderung in den Rucksack.

Die Grundausrüstung

Zusätzlich darf natürlich die Grundausrüstung nicht fehlen: Ausreichend Getränke (je nach Tourlänge etwa zwei Liter pro Person), Proviant inklusive Energiespendern wie Müsliriegeln, Schokolade oder Bananen, eine Wanderkarte der Region im Maßstab 1:25.000 oder 1:50.000, ein Kompass und Erste-Hilfe-Set. Das Handy sollte voll aufgeladen sein, bei Smartphones am besten den Datendienst deaktivieren, damit der Akku länger hält.

Equipment bei Schneefeldern

Je weiter der Herbst voranschreitet, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie in höheren Lagen bereits Schneefelder vorfinden. Feste Wanderschuhe, die knöchelhoch sind, sind ohnehin immer Pflicht - Gamaschen und Wanderstöcke mit Schneetellern sollten für solche Touren zusätzlich mitgenommen werden. Wenn Sie ein Schneefeld queren, achten Sie auf die Konsistenz des Schnees: Bei eisigen Stellen ist – sofern Sie diese nicht umgehen können – der richtige Stockeinsatz sehr wichtig, damit Sie nicht wegrutschen.
Liegt das Schneefeld in der Sonne, ist der Untergrund möglicherweise ebenfalls rutschig, weil der Schnee nass ist und unter Ihrem Tritt nachgibt. Beachten Sie auch, dass möglicherweise unter dem Schnee Luftlöcher vorhanden sein können, in die Sie einsinken könnten. Das Gewicht sollte daher erst dann vollständig auf das Bein verlagert werden, wenn Sie vorsichtig ausgetestet haben, ob der Schnee Sie an dieser Stelle auch trägt.

Zusätzliche Wandertipps:

Abnehmende Tageslänge im Herbst beachten: Bei längeren Touren nicht erst zu Mittag starten, da man sonst leicht in die Dunkelheit geraten könnte.

Touren wählen, die der eigenen persönlichen Kondition und Trittsicherheit entsprechen. Denn Selbstüberschätzung ist die klassische Ursache für Verletzungen und Vorhaben, die mit einem Notruf an die Bergrettung enden.
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